Luavera

Pflanzenprofil

Giersch

Aegopodium podagraria

Apiaceae

Giersch wird in der Tradition vor allem bei Gicht, Rheuma und Gelenkschmerzen erwähnt, worauf auch der Artname 'podagraria' (von lat. podagra = Gicht) hinweist. Die Pflanze enthält Flavonoide, ätherische Öle und Cumarine, in der naturheilkundlichen Literatur werden anti-entzündliche und harntreibende Effekte beschrieben. Die jungen Blätter sind essbar und wurden historisch als Wildgemüse sowie Heilkraut genutzt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Gicht, Rheuma, Gelenkschmerzen, Harnsäureregulierung, Entzündungen, Wassereinlagerungen

Gelenk- & RheumaschmerzenRheumaGichtEntzündungBlaseEntwässerung

Inhaltsstoffe

Flavonoide (u.a. QuercetinKaempferol)ätherische ÖleCumarineChlorogensäureCarotinVitamin CKaliumEisen

Zubereitungsformen

TeeUmschlagTinkturPulver

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Giersch kann mit anderen Doldenblütlern verwechselt werden, insbesondere mit der giftigen Hundspetersilie (Aethusa cynapium) und dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum). Erkennungsmerkmale sind der charakteristisch dreieckige Stängelquerschnitt, das doppelt dreizählig zusammengesetzte Blatt und der an Möhren erinnernde Geruch beim Zerreiben.

Geschichte & Tradition

Giersch wurde seit dem Mittelalter als Heil- und Nahrungspflanze genutzt und war in mittelalterlichen Klostergärten weit verbreitet. Der Artname 'podagraria' verweist auf seinen traditionellen Einsatz bei Gicht (lat. podagra) und rheumatischen Gelenkleiden. Kräuterkundige wie Hildegard von Bingen beschrieben die Pflanze zur äußerlichen und innerlichen Anwendung bei Schwellungen und Gelenkbeschwerden. Die jungen Blätter galten zudem als nahrhafte Fastenspeise und Wildgemüse.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Erntezeit: März, April, Mai, Juni

Pflanzenbild

Giersch

© Otto Wilhelm Thomé · Public domain

Sicherheitshinweise

Kann bei Lichtempfindlichkeit Hautreizungen auslösen (Furanocumarine). Nicht mit Schierling oder Bärenklau verwechseln.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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