Pflanzenprofil
Agropyron repens
Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung, Nierenspülung, Urogenitalerkrankungen, Reizblase
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung, Nierenspülung, Urogenitalerkrankungen, Reizblase
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Rhizom (getrockneter, gewaschener unterirdischer Wurzelstock)
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren. a) Kräutertee (zerkleinerte Droge): 3–6 g in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss oder Abkochung, 2- bis 4-mal täglich (Tagesdosis 6–24 g). b) Flüssigextrakt (DER 1:1, Ethanol 20–25 %): Einzeldosis 3–8 ml, 2- bis 4-mal täglich. c) Tinktur (1:5, Ethanol 40 %): 5–15 ml, 3-mal täglich. Bei anhaltenden Beschwerden über 7–14 Tage: Arzt aufsuchen.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Die Quecke (Agropyron repens) kann im vegetativen Zustand mit anderen kriechenden Gräsern wie dem Weichen Trespenarten oder dem Schilf (Phragmites australis) verwechselt werden. Entscheidend für die Bestimmung sind die flachen, kriechenden Rhizome sowie die behaarten Blattscheiden.
Geschichte & Tradition
Die Rhizome der Quecke wurden bereits von Dioskurides in der Antike als harntreibendes Mittel beschrieben. In der europäischen Volksmedizin zählte die Pflanze über Jahrhunderte zu den gebräuchlichen Mitteln bei Blasen- und Nierenerkrankungen. Im 16. und 17. Jahrhundert war das Quecken-Rhizom in zahlreichen mitteleuropäischen Pharmakopöen verzeichnet. Als klassische aquaretische Heilpflanze wird es in der phytotherapeutischen Tradition bis heute zur Durchspülung der Harnwege eingesetzt.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: März, April, September, Oktober
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Rasbak · CC BY-SA 3.0
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Agropyri repentis rhizoma, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Bei eingeschränkter Nierenfunktion nicht ohne ärztliche Rücksprache anwenden. Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Vorsicht |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.