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Pflanzenprofil

Agropyron repens

Agropyron repens (L.) P.

Poaceae

Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung, Nierenspülung, Urogenitalerkrankungen, Reizblase


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung, Nierenspülung, Urogenitalerkrankungen, Reizblase

Harnwege & BlaseBlaseNierenEntzündungUrogenital

Inhaltsstoffe

Triticin (Polyfructosane)SchleimstoffeKieselsäureätherisches ÖlInositolMannitolVanillin-GlycosideSaponine

Zubereitungsformen

TeeAbkochungAufguss

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Rhizom (getrockneter, gewaschener unterirdischer Wurzelstock)

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren. a) Kräutertee (zerkleinerte Droge): 3–6 g in 250 ml kochendem Wasser als Aufguss oder Abkochung, 2- bis 4-mal täglich (Tagesdosis 6–24 g). b) Flüssigextrakt (DER 1:1, Ethanol 20–25 %): Einzeldosis 3–8 ml, 2- bis 4-mal täglich. c) Tinktur (1:5, Ethanol 40 %): 5–15 ml, 3-mal täglich. Bei anhaltenden Beschwerden über 7–14 Tage: Arzt aufsuchen.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die Quecke (Agropyron repens) kann im vegetativen Zustand mit anderen kriechenden Gräsern wie dem Weichen Trespenarten oder dem Schilf (Phragmites australis) verwechselt werden. Entscheidend für die Bestimmung sind die flachen, kriechenden Rhizome sowie die behaarten Blattscheiden.

Geschichte & Tradition

Die Rhizome der Quecke wurden bereits von Dioskurides in der Antike als harntreibendes Mittel beschrieben. In der europäischen Volksmedizin zählte die Pflanze über Jahrhunderte zu den gebräuchlichen Mitteln bei Blasen- und Nierenerkrankungen. Im 16. und 17. Jahrhundert war das Quecken-Rhizom in zahlreichen mitteleuropäischen Pharmakopöen verzeichnet. Als klassische aquaretische Heilpflanze wird es in der phytotherapeutischen Tradition bis heute zur Durchspülung der Harnwege eingesetzt.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: März, April, September, Oktober

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Agropyron repens

© Rasbak · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Agropyri repentis rhizoma, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Bei eingeschränkter Nierenfunktion nicht ohne ärztliche Rücksprache anwenden. Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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