Luavera

Pflanzenprofil

Kornrade

Agrostemma githago

Caryophyllaceae

Die Kornrade ist eine historische Ackerwildpflanze, die in der Volksmedizin äußerlich bei Hauterkrankungen und Ekzemen eingesetzt wurde. Sie enthält toxische Saponine (Githagenin, Agrostemmin), weshalb eine innerliche Anwendung strikt abzulehnen ist. In der modernen Phytotherapie findet die Pflanze aufgrund ihres Giftpotenzials keine Verwendung mehr.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Historisch: äußerliche Anwendung bei Hautleiden; keine empfohlene medizinische Anwendung in der modernen Heilkunde

HautproblemeEkzemWunden & VerletzungenVerdauungsbeschwerden

Inhaltsstoffe

Saponine (GithageninAgrostemmin)Gerbstoffe

Zubereitungsformen

SalbeUmschlag

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im vegetativen Stadium sind Verwechslungen mit anderen Caryophyllaceae möglich, etwa mit Arten der Gattungen Silene oder Lychnis. Im blühenden Zustand ist die Kornrade durch ihre auffällig langen, die Kronblätter deutlich überragenden Kelchzipfel gut zu identifizieren.

Geschichte & Tradition

Die Kornrade war jahrhundertelang ein verbreitetes Ackerwildkraut in europäischen Getreidefeldern. Ihre Samen gelangten beim Dreschen in das Mehl und verursachten als sogenannter 'Githagismus' bekannte Vergiftungsepisoden. In der Volksmedizin wurde die Pflanze äußerlich bei Hautleiden und Ekzemen eingesetzt. Aufgrund moderner Herbizide und verbesserter Saatgutreinigung ist die Kornrade in Mitteleuropa heute selten und gilt in vielen Regionen als gefährdet.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: August, September

Pflanzenbild

Kornrade

CC BY-SA 2.5

Sicherheitshinweise

GIFTIG – enthält toxische Saponine (Githagenin); Samen besonders gefährlich; nicht für innerliche Anwendung; Kindersicherheit beachten

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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