Pflanzenprofil
Schwarz-Erle
Die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) wird in der Volksmedizin hauptsächlich aufgrund ihrer adstringierenden Eigenschaften sowie in der Literatur beschriebene entzündungshemmende Effekte genutzt, die vor allem auf den Gerbstoffgehalt in Rinde und Blättern zurückzuführen sind. In der traditionellen Anwendung werden Abkochungen der Rinde bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut sowie bei fieberhaften Zuständen verwendet. Blätter und Rinde werden in der Traditionellen Medizin zudem äußerlich bei Gelenkbeschwerden, Hautreizungen und Schwellungen verwendet.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung, Fieber, Hautreizungen, Gelenkbeschwerden, Schweißfüße
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Eine Verwechslung ist am ehesten mit der Grauerle (Alnus incana) möglich, die ähnliche morphologische Merkmale und ein vergleichbares Inhaltsstoffprofil aufweist. Seltener kommt eine Verwechslung mit der vorwiegend in Gebirgslagen vorkommenden Grünerle (Alnus viridis) vor.
Geschichte & Tradition
Die Schwarz-Erle war in der europäischen Volksmedizin seit dem Mittelalter bekannt und wird in zahlreichen Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts erwähnt. Abkochungen der Rinde galten als bewährtes Mittel gegen Halsschmerzen und Entzündungen der Mundschleimhaut. In der Signaturenlehre wurde die Vorliebe der Pflanze für feuchte Standorte symbolisch mit Feuchtigkeitszuständen im menschlichen Körper – etwa Ödemen und Fieber – in Verbindung gebracht. Äußerliche Anwendungen von Blättern und Rinde bei Gelenkbeschwerden und Hautreizungen sind in der volksheilkundlichen Überlieferung Mitteleuropas vielfach belegt.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Februar, März, April
Erntezeit: März, April, Mai, Juni, Juli
Pflanzenbild
© AnRo0002 · CC0
Sicherheitshinweise
Langzeitanwendung gerbstoffreicher Zubereitungen meiden. Nicht bei bekannter Birkengewächse-Allergie anwenden.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.