Luavera

Pflanzenprofil

Echter Eibisch

Althaea officinalisL.

Halsschmerzen, Husten, Erkältung, Mund- und Rachenentzündung, Magenschleimhautentzündung, Reizmagen, Darmreizung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Halsschmerzen, Husten, Erkältung, Mund- und Rachenentzündung, Magenschleimhautentzündung, Reizmagen, Darmreizung

Husten & BronchitisMund-rachenMagenreizungErkältung & GrippeHalsschmerzenMagen-darm

Inhaltsstoffe

SchleimpolysaccharidePektineFlavonoidePhenolcarbonsäurenStärke

Zubereitungsformen

AufgussTeeSirupTinkturPulver

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel (Radix Althaeae) – geschält oder ungeschält, ganz oder geschnitten, getrocknet

Erwachsene und Jugendliche (>12 J.): Tagesdosis 6 g Droge als Kaltmazerat (2–5 g auf 150 ml kaltes Wasser, bis 3x täglich) oder Flüssigextrakt 1:1 (25 % Ethanol) 2–5 ml 3x täglich oder Sirup 2–10 ml 3x täglich oder Trockenextrakt (DER 3–9:1) ca. 0,5 g 3x täglich (Lutschtablette 160 mg, max. 10 Stück/Tag). Kinder 6–12 J.: Sirup 5 ml 3–5x täglich bzw. Lutschtablette 1 Stück 3x täglich. Kinder 3–6 J.: Sirup 2,5–5 ml 3–4x täglich. Kinder 1–2 J.: Sirup 3 ml 4x täglich (nur bei Sirup DER 1:19,5–23,5). Für gastrointestinale Beschwerden: Einzeldosis 3–5 g als Kaltmazerat, bis 3x täglich. Anwendungsdauer laut einer Quelle (Standard Zulassungen 1996) max. 1 Woche; andere Quellen ohne Einschränkung.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind möglich mit der Stockrose (Alcea rosea), die ähnliche Blüten trägt, sowie mit der Wilden Malve (Malva sylvestris), die vergleichbare Blatt- und Blütenformen aufweist. Beide Pflanzen gehören ebenfalls zur Familie der Malvengewächse, besitzen jedoch eine abweichende Zusammensetzung der Schleimstoffe.

Geschichte & Tradition

Echter Eibisch zählt zu den ältesten bekannten Heilpflanzen Europas und des Vorderen Orients. Bereits Hippokrates und Dioskurides beschrieben seine schleimlösenden und reizmildernden Eigenschaften. Im mittelalterlichen Europa war die Wurzel fester Bestandteil der Klosterheilkunde und wurde besonders bei Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungstrakts eingesetzt. Bis ins 20. Jahrhundert diente er zudem als Rohstoff für Süßwaren – das klassische Marshmallow geht ursprünglich auf wässrige Eibischzubereitungen zurück.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: März, April, Juni, Juli, August, September, Oktober, November

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Echter Eibisch

© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Althaeae radix, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme mind. 30–60 Min. Abstand einhalten, da Schleimstoffe die Arzneimittelresorption verzögern können.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbedenklich

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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