Luavera

Pflanzenprofil

Buschwindröschen

Anemone nemorosa

Ranunculaceae

Das Buschwindröschen wird in der Volksmedizin und Homöopathie traditionell bei Rheuma, Nervenschmerzen und Hautbeschwerden eingesetzt. Die Pflanze enthält das giftige Protoanemonin, weshalb eine eigenständige Anwendung ohne fachkundige Aufsicht strikt abzulehnen ist. In der Schulmedizin spielt sie heute keine Rolle mehr.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Rheuma, Gelenkschmerzen, Neuralgien, Hautausschläge (ausschließlich homöopathisch oder unter fachkundiger Aufsicht)

GelenkschmerzenRheumaNeuralgienHautbeschwerden

Inhaltsstoffe

Protoanemonin (aus dem Glykosid Ranunculin)AnemoninSaponineGerbstoffe

Zubereitungsformen

TinkturUmschlag

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Das Buschwindröschen kann mit dem Gelben Windröschen (Anemone ranunculoides) verwechselt werden, das ebenfalls giftig ist. Im frühen Frühjahr besteht zudem eine gewisse Ähnlichkeit mit dem ungiftigen Bärlauch (Allium ursinum), insbesondere vor der Blüte.

Geschichte & Tradition

Das Buschwindröschen war in der europäischen Volksmedizin seit dem Mittelalter als Mittel gegen Rheuma und Gelenkschmerzen bekannt. Äußerlich wurde die frische Pflanze aufgrund ihrer hautreizenden Wirkung als Rubefaziens eingesetzt. In der klassischen Homöopathie findet sie – stark verdünnt – bis heute Verwendung. In der wissenschaftlichen Phytotherapie hat sie aufgrund ihrer Toxizität keine eigenständige Bedeutung mehr.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: März, April, Mai

Erntezeit: März, April

Pflanzenbild

Buschwindröschen

© Lilly M · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

GIFTIG. Enthält Protoanemonin; verursacht Haut- und Schleimhautreizungen. Nicht innerlich anwenden. Für Kinder und Tiere gefährlich.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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