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Pflanzenprofil

Wiesen-Kerbel

Anthriscus sylvestris

Apiaceae

Der Wiesen-Kerbel wird in der Volksmedizin traditionell als harntreibendes und verdauungsförderndes Mittel verwendet. Die jungen Blätter und Triebe wurden historisch als Küchen- und Heilkraut genutzt, finden heute jedoch kaum noch medizinische Anwendung. Aufgrund der Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doldenblütlern ist beim Sammeln größte Vorsicht geboten.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Diuretikum, Verdauungsförderung, Volksmedizin, Frühjahrsküche

VerdauungsbeschwerdenHarnwege & BlaseEntgiftung

Inhaltsstoffe

DeoxypodophyllotoxinPolyacetylene (FalcarinolFalcarindiol)Cumarineätherisches Öl

Zubereitungsformen

Tee

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Besonders gefährlich ist die Verwechslung mit dem hochgiftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum) und der giftigen Hundspetersilie (Aethusa cynapium), die äußerlich sehr ähnlich aussehen. In feuchten Standorten besteht zudem Verwechslungsgefahr mit dem extrem giftigen Wasserschierling (Cicuta virosa).

Geschichte & Tradition

Der Wiesen-Kerbel war in der europäischen Volksmedizin seit dem Mittelalter als harntreibendes und verdauungsförderndes Mittel bekannt. Die jungen Triebe und Blätter wurden im Frühjahr als Wildgemüse und Würzkraut gesammelt und genutzt. Im 18. und 19. Jahrhundert beschrieben Kräuterbücher die Pflanze als mildes Volksarzneimittel; in der wissenschaftlichen Phytotherapie spielt sie heute keine nennenswerte Rolle mehr.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai, Juni

Erntezeit: März, April, Mai

Pflanzenbild

Wiesen-Kerbel

© T. Kebert · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

Hohes Verwechslungsrisiko mit Geflecktem Schierling und Hundspetersilie. Furocumarine können Photodermatitis auslösen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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