Pflanzenprofil
Löwenmaul
Das Löwenmaul wurde in der Volksmedizin traditionell bei Leber- und Milzbeschwerden sowie als harntreibendes Mittel eingesetzt. Äußerlich fand es Anwendung bei Hauterkrankungen, Hämorrhoiden und entzündlichen Hautreizungen. In der modernen Phytotherapie spielt die Pflanze eine untergeordnete Rolle, da wissenschaftliche Belege für medizinische Wirksamkeit weitgehend fehlen.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Leberunterstützung, Hautbeschwerden, Hämorrhoiden, harntreibend (äußerlich)
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Eine Verwechslung ist am ehesten mit Arten der Gattung Linaria (Leinkraut) möglich, die ähnliche zweilippige Blüten besitzen, sich jedoch durch einen deutlichen Sporn an der Blüte unterscheiden. Im vegetativen Zustand kann das Löwenmaul auch mit anderen Plantaginaceae verwechselt werden.
Geschichte & Tradition
Das Löwenmaul ist im Mittelmeerraum beheimatet und wurde dort bereits in der Antike als Zierpflanze kultiviert. In der europäischen Volksmedizin fand es seit dem Mittelalter Eingang in Kräuterbücher, etwa bei Dioskorides und späteren Autoren, die eine traditionelle Anwendung bei Leber-, Milz- und Hautbeschwerden überlieferten. In der ländlichen Volksheilkunde Süd- und Mitteleuropas werden dem Löwenmaul traditionell harntreibende Wirkungen zugeschrieben, in der Literatur werden mögliche anti-entzündliche Effekte beschrieben. In der wissenschaftlich fundierten Phytotherapie hat die Pflanze bis heute keine anerkannte Stellung erlangt.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober
Erntezeit: Juni, Juli, August, September
Pflanzenbild
© Craig Franklin · CC BY-SA 3.0 au
Sicherheitshinweise
Für den innerlichen Gebrauch nicht ausreichend untersucht. Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Verwechslungsgefahr mit ähnlichen Arten.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.