Luavera

Pflanzenprofil

Akelei

Aquilegia vulgaris

Ranunculaceae

Die Akelei wurde in der Volksmedizin historisch bei Hauterkrankungen, Leber- und Gallenbeschwerden sowie als harntreibendes Mittel eingesetzt. Alle Pflanzenteile enthalten giftige Inhaltsstoffe wie cyanogene Glycoside und Alkaloide, weshalb eine innere Anwendung als gefährlich gilt. In der modernen Phytotherapie spielt die Akelei aufgrund ihrer Toxizität keine Rolle mehr.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Historisch (veraltet): Hauterkrankungen, Leber- und Gallenbeschwerden, harntreibend – interne Anwendung nicht empfohlen

HautproblemeLeber & GalleGalleEntwasserung

Inhaltsstoffe

Cyanogene GlycosideAlkaloide (u. a. Magnoflorin)Saponine

Zubereitungsformen

TeeTinkturSalbe

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Vor der Blüte können die Blätter der Akelei mit denen der Akeleiblättrigen Wiesenraute (Thalictrum aquilegiifolium) verwechselt werden, die ihren Beinamen gerade wegen der Ähnlichkeit mit Aquilegia-Blättern trägt und ebenfalls zur Familie der Ranunculaceae gehört. Beide Pflanzen gelten als giftig.

Geschichte & Tradition

Die Akelei war seit dem Mittelalter in Klostergärten verbreitet und fand in der Volksmedizin Verwendung bei Haut-, Leber- und Gallenerkrankungen sowie als harntreibendes Mittel. Hildegard von Bingen und spätere Kräuterbuchautoren beschrieben ihre medizinischen Anwendungen. Aufgrund der Giftigkeit aller Pflanzenteile verlor sie ihren Stellenwert als Heilpflanze zunehmend und spielt in der modernen Phytotherapie keine Rolle mehr.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August

Pflanzenbild

Akelei

© Ivar Leidus · CC BY-SA 3.0 ee

Sicherheitshinweise

GIFTIG: Alle Pflanzenteile toxisch. Enthält cyanogene Glycoside und Alkaloide. Innere Anwendung strikt meiden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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