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Pflanzenprofil

Große Klette

Arctium lappaL.

Appetitlosigkeit, Hautkrankheiten, Wunden, Harnwegserkrankungen, Stoffwechselförderung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Appetitlosigkeit, Hautkrankheiten, Wunden, Harnwegserkrankungen, Stoffwechselförderung

AppetitlosigkeitHautproblemeWunden & VerletzungenHarnwege & BlaseVerdauungsbeschwerden

Inhaltsstoffe

InulinArctiinSesquiterpenlactoneChlorogensäureKaffeesäureSchleimstoffePhytosteroleGerbstoffe

Zubereitungsformen

AbkochungTinkturSalbeTeeStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel (Radix); getrocknet, ganz oder geschnitten; geerntet im Herbst des ersten oder im Frühjahr des zweiten Jahres. Blätter und Früchte werden im Dokument beschrieben, aber für diese Assessment-Monographie nicht vorgeschlagen.

Getrocknete Wurzel/Abkochung: 2–6 g, 3x täglich (oral). Pulverisierte Wurzel in Kapseln (Frankreich, seit 1980): 350 mg, 3x täglich (bis zu 5 Kapseln). Trockenextrakt Ethanol 70% (DER 2,5–4,5:1): 200 mg/Kapsel, 2x täglich. Flüssigextrakt (DER 1:1, Ethanol 25%): 2–8 ml, 3x täglich. Tinktur 1:5 (Ethanol 25%) oder 1:10 (Ethanol 45%): 8–12 ml, 3x täglich. Tee (Spanien): 3–6 g täglich.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind vor allem mit der Filzigen Klette (Arctium tomentosum) und der Kleinen Klette (Arctium minus) möglich, die ähnliche Inhaltsstoffe aufweisen und in der Praxis oft gleichwertig verwendet werden. Eine Abgrenzung zu anderen großblättrigen Pflanzen wie dem Huflattich (Tussilago farfara) oder der Pestwurz (Petasites hybridus) ist im Zweifelsfall anhand der charakteristischen hakenbewehrten Fruchtköpfe der Klette eindeutig möglich.

Geschichte & Tradition

Die Große Klette wurde bereits im mittelalterlichen Europa als Heil- und Nahrungspflanze genutzt; Hildegard von Bingen beschrieb ihre traditionelle Anwendung bei Hautbeschwerden. In der traditionellen chinesischen Medizin sind die Früchte unter dem Namen Niúbàngzǐ seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil des Arzneimittelschatzes. In Japan wird die Wurzel, dort als Gobō bekannt, bis heute sowohl kulinarisch als auch traditionell verwendet. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Klettenwurzel in europäischen Pharmakopöen als harntreibend beschrieben.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: März, April, September, Oktober

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Große Klette

© Christian Fischer · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Arctii radix, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Kann Allergien bei Korbblütler-Empfindlichen auslösen. In der Schwangerschaft nicht empfohlen. Verwechslungsgefahr beachten.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungVorsicht
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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