Luavera

Pflanzenprofil

Betelnusspalme

Areca catechu L.

Die Betelnusspalme wird in der traditionellen asiatischen Medizin seit Jahrtausenden genutzt, hauptsächlich als Anthelminthikum gegen Darmparasiten sowie als Verdauungsstimulans. Die Samen (Betelnüsse) enthalten das Alkaloid Arecolin, das stimulierende und wurmtreibende Eigenschaften besitzt. Die Nutzung ist in vielen Kulturen Süd- und Südostasiens weit verbreitet, wenngleich erhebliche gesundheitliche Risiken bestehen.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Anthelminthikum, Verdauungsförderung, Stimulans, traditionelle Zahnpflege

VerdauungsbeschwerdenParasitenMundgesundheit

Inhaltsstoffe

ArecolinArecaidinGuvacinGuvacolinCatechineGerbstoffeFetteätherisches Öl

Zubereitungsformen

PulverAbkochungTinkturNativextrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Geschichte & Tradition

Die Betelnusspalme wird in Süd- und Südostasien nachweislich seit über 3000 Jahren genutzt. Die reifen Samen werden traditionell zusammen mit Betelpfefferblättern (Piper betle) und gelöschtem Kalk zum sogenannten Betelquid verarbeitet und gekaut. In der Ayurvedischen Medizin und der Traditionellen Chinesischen Medizin galten die Samen als bewährtes Anthelminthikum, insbesondere gegen Bandwürmer und Spulwürmer. Historische Quellen belegen zudem die Verwendung als Verdauungsstimulans sowie zur Mundpflege in weiten Teilen Asiens.

Saison und Sammeln

Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August

Erntezeit: September, Oktober, November, Dezember, Januar

Pflanzenbild

Betelnusspalme

© This Photo was taken by Timothy A. Gonsalves. Feel free to use my photos, but please mention me as the author. I would much appreciate if you send me an email tagooty@yahoo.com or write on my talk page, for my information. Please contact · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

IARC-Karzinogen Gruppe 1: erhöhtes Mundkrebs-Risiko. Arecolin macht abhängig. Nicht für Schwangere. EU-weit gesundheitlich bedenklich.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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