Pflanzenprofil
Gefleckter Aronstab
Der Gefleckte Aronstab wurde in der Volksmedizin äußerlich bei Hautkrankheiten und Rheuma sowie innerlich bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Aufgrund seiner starken Giftigkeit ist eine medizinische Eigenanwendung heute nicht vertretbar. In der Homöopathie wird er in stark verdünnter Form noch genutzt.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Homöopathisch: Schleimhautentzündungen, Kehlkopfkatarrh; volksmedizinisch: Hautkrankheiten, Rheuma
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Eine häufige und gefährliche Verwechslung besteht mit den Blättern des Bärlauchs (Allium ursinum), die im Frühjahr vor der Blüte ähnlich geformt sind — der Geruch beim Zerreiben (Knoblauch vs. kein Geruch) ist das zuverlässigste Unterscheidungsmerkmal. Ebenfalls möglich ist eine Verwechslung mit jungen Blättern des Maiglöckchens (Convallaria majalis), das ebenfalls stark giftig ist.
Geschichte & Tradition
Der Gefleckte Aronstab ist seit der Antike als Heilpflanze bekannt; Dioskurides beschrieb ihn im ersten Jahrhundert n. Chr. für äußerliche Anwendungen bei Hautleiden. Im Mittelalter fand er Eingang in die europäische Kräutermedizin, unter anderem bei Gicht und Verdauungsbeschwerden. In England wurde aus der getrockneten Knolle bis ins 19. Jahrhundert die sogenannte Portland-Stärke gewonnen, die als Nahrungsmittel und Wäschestärke genutzt wurde. Heute beschränkt sich die Anwendung auf die Homöopathie.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: April, Mai
Erntezeit: September, Oktober
Pflanzenbild
© Francesco Scelsa · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Stark giftig – alle Pflanzenteile, besonders Beeren! Vergiftungsgefahr: Brennen im Mund, Erbrechen. Keinesfalls innerlich einnehmen.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.