Pflanzenprofil
Edelkastanie
Die Edelkastanie (Castanea sativa) wird in der Volksmedizin traditionell bei Husten, Bronchitis und Keuchhusten eingesetzt, wobei vor allem die Blätter Verwendung finden. Die enthaltenen Gerbstoffe in Blättern und Rinde wirken adstringierend und werden bei Durchfall sowie Schleimhautentzündungen genutzt. In der modernen Phytotherapie spielt die Pflanze eine eher ergänzende Rolle.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Husten, Bronchitis, Keuchhusten, Durchfall, Schleimhautentzündungen, Heiserkeit
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Eine Verwechslung der Blätter mit der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist für Laien möglich, obwohl sich beide Arten in Blattform und Frucht deutlich unterscheiden. Die Samen der Rosskastanie sind im Gegensatz zu den essbaren Edelkastanienfrüchten giftig.
Geschichte & Tradition
Die Edelkastanie wird seit der Antike im Mittelmeerraum kultiviert und war über Jahrhunderte ein wichtiges Nahrungsmittel. Bereits Dioskurides und Plinius der Ältere beschrieben ihre adstringierenden Eigenschaften. In der mittelalterlichen Kräutermedizin fanden Blätter und Rinde Verwendung bei Husten, Durchfall und zur Wundbehandlung. In der europäischen Volksmedizin hielt sich der Einsatz bei Atemwegserkrankungen bis ins 20. Jahrhundert.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli
Erntezeit: September, Oktober, November
Pflanzenbild
© Fir0002 · GFDL 1.2
Sicherheitshinweise
Nicht mit giftiger Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) verwechseln. Früchte essbar; bei Blatt- und Rindenpräparaten Dosierung beachten.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.