Pflanzenprofil
Kornblume
Die Kornblume wird in der Volksmedizin traditionell bei Augenreizungen und leichten Augenbeschwerden verwendet und wird in der Fachliteratur mit mildes diuretischen Eigenschaften beschrieben. Ihre Blüten enthalten Anthocyane, Flavonoide und bittere Glykoside, denen in der Fachliteratur entzündungshemmende und harntreibende Effekte zugeordnet werden. Äußerlich werden Blütenaufgüsse traditionell als Augenwasser bei Augenreizungen und Augenmüdigkeit verwendet.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Augenreizungen, Bindehautentzündung, Harnwegsinfekte, Verdauungsbeschwerden, leichte Entzündungen, Fieber
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Eine Verwechslung mit anderen Flockenblumen-Arten wie der Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) ist möglich, deren Blütenköpfe jedoch purpurrot bis violett gefärbt sind und keine therapeutische Tradition als Augenmittel besitzen. Die charakteristisch kornblumenblaue Farbe der Strahlenblüten macht eine Fehlbestimmung im Freiland im Vergleich zu anderen Ackerbegleitern unwahrscheinlich.
Geschichte & Tradition
Die Kornblume war seit der Antike als Heil- und Zierpflanze bekannt; in ägyptischen Grabbeigaben wurden getrocknete Blüten nachgewiesen. In der europäischen Volksmedizin des Mittelalters galten die Blüten unter dem Namen Cyani flos vor allem als Augenmittel bei Entzündungen und Lidreizungen. Im 19. Jahrhundert erlangte die Pflanze in Deutschland als romantisches Symbol und Erkennungszeichen des preußischen Königshauses zusätzliche kulturelle Bedeutung, ohne dass sich ihre medizinische Verwendung grundlegend änderte.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober
Erntezeit: Juni, Juli, August, September
Pflanzenbild
© Orikrin1998 · CC BY 3.0
Sicherheitshinweise
Bei Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) meiden. In der Schwangerschaft nicht in therapeutischen Mengen anwenden.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.