Luavera

Pflanzenprofil

Chinarindenbaum

Cinchona spp.

Die Rinde des Chinarindenbaums enthält Chinin und andere Alkaloide, die historisch zur Behandlung von Malaria eingesetzt wurden und bis heute als Grundlage synthetischer Malariamedikamente dienen. Darüber hinaus wird Chinarinde in der Volksmedizin bei Fieber, Verdauungsstörungen und Appetitlosigkeit angewendet. In der Phytotherapie und Bitterlikörherstellung (z. B. Tonic Water) finden Chinaextrakte bis heute Verwendung.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Malaria (historisch), Fieber, Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Bittermittel

FieberVerdauungsbeschwerdenAppetitlosigkeitMagengesundheitInfektionen

Inhaltsstoffe

Chinaalkaloide (ChininChinidinCinchoninCinchonidin)GerbstoffeQuinovasäure

Zubereitungsformen

TinkturStandardisierter ExtraktNativextraktAbkochung

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Innerhalb der artenreichen Gattung Cinchona können verschiedene Arten miteinander verwechselt werden, da sie morphologisch ähnlich sind und der Alkaloidgehalt je nach Art und Herkunftsgebiet erheblich schwankt. Auf dem Markt für Baumrinden besteht darüber hinaus Verwechslungsgefahr mit Rinden verwandter Rubiaceae wie Remijia-Arten, die ebenfalls Chinaalkaloide enthalten, jedoch in abweichender qualitativer und quantitativer Zusammensetzung.

Geschichte & Tradition

Die Rinde des Chinarindenbaums wird seit Jahrhunderten von indigenen Völkern der Andenhochländer Südamerikas, insbesondere den Quechua, zur Fieberbehandlung genutzt. Im 17. Jahrhundert gelangte sie über spanische Jesuitenmissionare nach Europa, wo sie unter dem Namen Jesuitenrinde oder Fieberrinde bekannt wurde. 1820 isolierten Pelletier und Caventou den Hauptwirkstoff Chinin als reinen Naturstoff, der bis weit ins 20. Jahrhundert das wichtigste Antimalariamittel darstellte. Die Erschließung tropischer Regionen durch europäische Kolonialmächte war eng mit der Verfügbarkeit der Chinarinde verknüpft.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Erntezeit: März, April, Mai, September, Oktober, November

Sicherheitshinweise

Chinin kann in hohen Dosen toxisch sein; Wechselwirkungen mit Blutverdünnern möglich; nicht in der Schwangerschaft anwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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