Luavera

Pflanzenprofil

Passecker-Trichterling

Clitopilus passeckerianus

Entolomataceae

Clitopilus passeckerianus ist ein Pilz aus der Gattung Clitopilus (Familie Entolomataceae), der als natürliche Quelle des Diterpен-Antibiotikums Pleuromutilin bekannt ist. Pleuromutilin hemmt die bakterielle Proteinsynthese und ist Ausgangsstoff für halbsynthetische Antibiotika wie Tiamulin, Retapamulin und Lefamulin. Der Pilz selbst wird nicht direkt therapeutisch eingesetzt, besitzt jedoch erhebliche pharmazeutische Bedeutung.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Antibiotika-Forschung, Grundlage für Pleuromutilin-Derivate, pharmazeutische Wirkstoffgewinnung

InfektionAntibiotikaAtemwegserkrankungenHautprobleme

Inhaltsstoffe

Pleuromutilin (Diterpen-Antibiotikum)

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Clitopilus passeckerianus kann mit dem essbaren Mehlräsling (Clitopilus prunulus) sowie mit giftigen Trichterlingen der Gattung Clitocybe verwechselt werden.

Geschichte & Tradition

Clitopilus passeckerianus wurde 1951 erstmals als natürliche Quelle des Antibiotikums Pleuromutilin identifiziert. Der Wirkstoff wird biotechnologisch durch Fermentation des Pilzes gewonnen und dient als Ausgangsstoff für halbsynthetische Pleuromutilin-Derivate. Tiamulin fand ab den 1970er Jahren Eingang in die Veterinärmedizin; später wurden mit Retapamulin und Lefamulin auch Humanarzneimittel entwickelt. Eine volksmedizinische oder traditionelle Anwendung des Pilzes selbst ist nicht überliefert.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Erntezeit: September, Oktober, November

Sicherheitshinweise

Nicht zum Verzehr geeignet; Rohextrakte toxisch; nur pharmazeutisch aufbereitete Pleuromutilin-Derivate medizinisch verwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht