Pflanzenprofil
Besenginster
Der Besenginster ist eine in Europa weitverbreitete Wildpflanze, die seit Jahrhunderten in der Volksmedizin eingesetzt wird. Die blühenden Zweigspitzen (Cytisi scoparii herba) enthalten das Alkaloid Spartein, das herzrhythmusregulierende und harntreibende Eigenschaften besitzt. Traditionell wird er bei Kreislaufschwäche und Wassereinlagerungen verwendet, gilt jedoch aufgrund seiner Toxizität als verschreibungspflichtige Heilpflanze.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Kreislaufschwäche, Hypotonie, Ödeme (harntreibend), Herzrhythmusstörungen (traditionell)
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Verwechslungen sind mit anderen Ginsterarten wie dem Färberginster (Genista tinctoria) oder dem Hasenginster (Chamaespartium sagittale) möglich. Besonders gefährlich ist eine Verwechslung der Samen und Früchte mit dem hochgiftigen Goldregen (Laburnum anagyroides), da beide ähnliche hülsenartige Früchte tragen.
Geschichte & Tradition
Der Besenginster wurde in der europäischen Volksmedizin seit dem Mittelalter als Herztonikum und Diuretikum eingesetzt. Im 19. Jahrhundert isolierte Thomas Bentley das Alkaloid Spartein, das fortan pharmakologisch untersucht wurde. In der britischen und deutschen Volksmedizin galt die Pflanze traditionell als Mittel gegen Wassersucht und Herzrhythmusstörungen. Aufgrund seiner Toxizität war der Einsatz jedoch stets auf erfahrene Heiler und später auf regulierte Zubereitungen beschränkt.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: April, Mai, Juni
Erntezeit: April, Mai, Juni
Pflanzenbild
© Danny S. · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Giftig! Nicht in der Schwangerschaft. Nicht bei Hypertonie oder AV-Block. Nur unter ärztlicher Aufsicht anwenden.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.