Luavera

Pflanzenprofil

Rosmarin-Seidelbast

Daphne cneorum

Thymelaeaceae

Der Rosmarin-Seidelbast ist ein niedrig wachsender, immergrüner Zwergstrauch aus der Familie der Thymelaeaceae, der in felsigen Kalkrasen Mittel- und Südeuropas beheimatet ist. Alle Pflanzenteile enthalten hochtoxische Diterpenester (u. a. Mezerein) und Cumarine, weshalb er in der modernen Medizin nicht therapeutisch eingesetzt wird. In der historischen Volksmedizin wurde er vereinzelt äußerlich als Hautreizmittel und innerlich als drastisches Abführmittel verwendet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Historisch: Hautreizmittel, Abführmittel; heute keine medizinische Anwendung wegen starker Giftigkeit aller Pflanzenteile

Inhaltsstoffe

Diterpenester (MezereinDaphnetoxin)Cumarine (DaphninDaphnetin)Flavonoide

Zubereitungsformen

SalbeUmschlag

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind am ehesten mit dem Streifen-Seidelbast (Daphne striata) möglich, der sehr ähnliche Wuchsform und Blütenfarbe aufweist und ebenfalls stark giftig ist. Auf Distanz kann der Rosmarin-Seidelbast auch mit niedrig wachsenden, rosa blühenden Heidepflanzen wie Frühlings-Heide (Erica carnea) verwechselt werden, lässt sich jedoch durch den charakteristischen Geruch und die lederigen Blätter unterscheiden.

Geschichte & Tradition

Der Rosmarin-Seidelbast wurde in der europäischen Volksmedizin vereinzelt äußerlich als Hautreizmittel bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Innerlich fand er als drastisches Abführmittel Verwendung, was angesichts seiner ausgeprägten Toxizität mit erheblichen Vergiftungsrisiken verbunden war. In der wissenschaftlichen Phytotherapie wird die Art seit dem frühen 20. Jahrhundert nicht mehr verwendet.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai, Juni

Pflanzenbild

Rosmarin-Seidelbast

© Isidre blanc · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

Alle Teile stark giftig! Hautkontakt verursacht Blasenbildung und Verätzungen. Orale Aufnahme kann lebensgefährlich sein. Nicht anwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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