Luavera

Pflanzenprofil

Heide-Nelke

Dianthus deltoides

Caryophyllaceae

Die Heide-Nelke wird in der Volksmedizin traditionell bei leichten Harnwegsbeschwerde­n verwendet. Die Pflanze enthält Saponine und Flavonoide, denen in der Literatur anti-entzündliche Effekte zugeschrieben werden. Eine wissenschaftlich gesicherte medizinische Anwendung ist jedoch kaum belegt.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Harnwegsbeschwerden, harntreibend, leichte Entzündungen

Harnwege & BlaseEntzündungenBlase

Inhaltsstoffe

SaponineFlavonoide

Zubereitungsformen

TeeAufguss

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind mit anderen einheimischen Nelkenarten möglich, insbesondere mit der Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) und der Rauen Nelke (Dianthus armeria), die sich durch Kelchschuppen, Blütenfarbe und Standortpräferenz unterscheiden. Auch Arten der Gattung Silene (Leimkräuter) können oberflächlich Ähnlichkeit aufweisen.

Geschichte & Tradition

Die Heide-Nelke wurde in der mitteleuropäischen Volksmedizin vorrangig als harntreibendes Mittel bei leichten Harnwegsbeschwerden genutzt. In älteren Kräuterbüchern werden Dianthus-Arten mitunter bei Nierenreizungen und Blasenproblemen erwähnt, eine klare Differenzierung zur Heide-Nelke im Besonderen findet sich dabei selten. Im volksheilkundlichen Gebrauch wurde die zur Blütezeit gesammelte, oberirdische Pflanze in Form eines wässrigen Aufgusses verwendet.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August, September

Pflanzenbild

Heide-Nelke

© Jean-Pol GRANDMONT · CC BY 3.0

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft anwenden. Bei Nierenerkrankungen kontraindiziert. Saponine können Schleimhäute reizen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht