Pflanzenprofil
Dracaena draco
Der Kanarische Drachenbaum liefert das sogenannte 'Drachenblut', ein rotes Harz, das seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin Verwendung findet. In der traditionellen Anwendung wird es äußerlich bei Wunden sowie als adstringierendes Mittel verwendet. In der Literatur werden anti-entzündliche Effekte beschrieben. Innerlich wird das Harz traditionell bei Durchfall angewendet. In der Literatur werden Effekte auf Magen-Darm-Beschwerden beschrieben.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Wundheilung, Durchfall, Mundgesundheit, Hautpflege
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Verwechslungen sind möglich mit anderen 'Drachenblut'-liefernden Pflanzen wie Daemonorops draco (Rotangpalme, Südostasien) oder Croton lechleri (Sangre de Drago, Südamerika), deren Harze im Handel ebenfalls als 'Drachenblut' bezeichnet werden. Eine eindeutige Identifikation des Ausgangsmaterials ist ohne analytische Prüfung oft nicht möglich.
Geschichte & Tradition
Das rote Harz des Kanarischen Drachenbaums, bekannt als 'Drachenblut', war bereits in der Antike bei Griechen und Römern als Heil- und Färbemittel bekannt. In der traditionellen Medizin der Kanarischen Inseln und des Mittelmeerraums wurde es zur Wundbehandlung, bei Zahnfleischerkrankungen und als Blutstillungsmittel eingesetzt. Im Mittelalter gelangte es als wertvolles Handelsgut nach Europa, wo es neben medizinischen Zwecken auch als Farbstoff und Holzpolitur für Musikinstrumente Verwendung fand.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: Juni, Juli, August, September
Pflanzenbild
CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Innerliche Anwendung nur in geringen Mengen; kann Magen-Darm-Reizungen verursachen; für Haustiere potenziell toxisch.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.