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Pflanzenprofil

Wurmfarn

Dryopteris filix-mas

Dryopteridaceae

Der Wurmfarn wurde traditionell als Anthelminthikum gegen Bandwürmer und andere Darmparasiten eingesetzt, wobei der Wirkstoff Filicin im Rhizom die Parasiten lähmt. Aufgrund seiner Toxizität gilt die medizinische Anwendung heute als veraltet und gefährlich. Der Echte Wurmfarn gehört zur artenreichen Gattung Dryopteris aus der Familie der Dryopteridaceae.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Historisch: Bandwurmbehandlung, Darmparasiten (veraltet, nicht mehr empfohlen)

DarmparasitenVerdauungsbeschwerden

Inhaltsstoffe

Phloroglucinderivate (FilicinFilixsäureAlbaspidinFlavaspidin)GerbstoffeStärke

Zubereitungsformen

Standardisierter ExtraktNativextraktKapselPulver

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Der Echte Wurmfarn kann mit anderen heimischen Dryopteris-Arten sowie mit dem Gemeinen Frauenfarn (Athyrium filix-femina) verwechselt werden, der ein sehr ähnliches Erscheinungsbild aufweist. Für die Bestimmung sind vor allem die Sporangien-Anordnung und die Beschaffenheit der Blattspindel ausschlaggebend.

Geschichte & Tradition

Der Echte Wurmfarn wurde bereits in der Antike als Mittel gegen Darmparasiten eingesetzt und findet sich in den Schriften von Dioskurides und Plinius. Im europäischen Mittelalter zählte das Rhizom zu den gebräuchlichsten Anthelminthika gegen Bandwürmer. Das ätherische Extrakt des Rhizoms (Extractum Filicis aethereum) war bis ins frühe 20. Jahrhundert in zahlreichen europäischen Pharmakopöen offiziell gelistet. Mit der Einführung sichererer synthetischer Anthelminthika wurde die medizinische Verwendung schrittweise aufgegeben.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Erntezeit: August, September, Oktober

Pflanzenbild

Wurmfarn

© Carl Axel Magnus Lindman · Public domain

Sicherheitshinweise

Giftig! Nicht zur Selbstmedikation. Kann Sehstörungen, Erbrechen, Leberschäden und Lähmungen verursachen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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