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Pflanzenprofil

Epilobium angustifolium

Epilobium angustifoliumL.;Epilobium parviflorumSchreb.

Harnwegserkrankungen, gutartige Prostatavergrößerung (BPH), Reizblase, Blasenbeschwerden


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Harnwegserkrankungen, gutartige Prostatavergrößerung (BPH), Reizblase, Blasenbeschwerden

ProstataHarnwegsinfekteBlaseHarnwege & Blase

Inhaltsstoffe

Ellagitannine (Oenothein A und B)Flavonoide (MyricetinQuercetin-Derivate)GerbstoffePhytosterole (β-Sitosterin)Kaffeesäure-Derivate

Zubereitungsformen

TeeTinkturKapselPulverStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Kraut (oberirdische Teile, gesammelten vor oder während der Blütezeit; ganz oder geschnitten, getrocknet)

Erwachsene: 1,5–2,0 g des zerkleinertes Krauts in 250 ml kochendem Wasser als Kräuteraufguss (Tee), 2× täglich (1 Tasse morgens auf nüchternem Magen, 1 Tasse abends eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit). Einzeldosis laut Tschechischem Pharmakopöe: 2,0 g.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Innerhalb der artenreichen Gattung Epilobium besteht erhebliche Verwechslungsgefahr zwischen den verschiedenen Arten, insbesondere zwischen E. parviflorum, E. montanum und E. roseum, die sich in Blütengröße, Blattform und Behaarung unterscheiden. Das Schmalblättrige Weidenröschen (E. angustifolium) ist hingegen aufgrund seiner auffälligen, großen rosa Blütenrispen gut erkennbar und wird seltener mit anderen Arten verwechselt.

Geschichte & Tradition

Das Kleinblütige Weidenröschen (Epilobium parviflorum) wurde in der mittel- und osteuropäischen Volksmedizin traditionell bei Harnwegsbeschwerden eingesetzt. Breitere Bekanntheit erlangte die Pflanze im deutschsprachigen Raum vor allem durch die österreichische Kräuterkundlerin Maria Treben, die sie im 20. Jahrhundert intensiv für Prostatabeschwerden empfahl. Epilobium angustifolium wurde historisch auch als Nahrungspflanze genutzt, die jungen Triebe galten als Gemüse und die Blätter als Teeersatz.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Epilobium angustifolium

© kallerna · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Epilobii herba, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Keine bekannten schwerwiegenden Wechselwirkungen. Bei anhaltenden Harnwegsbeschwerden oder Prostataproblemen ärztliche Abklärung empfohlen.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen. Das Assessment benennt keine weiteren expliziten Gegenanzeigen; schwerwiegende Erkrankungen müssen vor der Anwendung durch einen Arzt ausgeschlossen werden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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