Luavera

Pflanzenprofil

Goldlack

Erysimum × cheiri

Brassicaceae

Der Goldlack enthält Herzglykoside (u. a. Cheirotoxin und Cheirosin) und wurde in der Volksmedizin traditionell bei Herzleiden und Kreislaufschwäche eingesetzt. Aufgrund seiner Toxizität ist eine eigenständige Anwendung heute medizinisch nicht vertretbar. In der Phytotherapie spielt er kaum noch eine Rolle; er wird hauptsächlich als Zierpflanze kultiviert.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Herzstärkung (historisch-volksmedizinisch), Kreislaufschwäche (historisch), äußerlich bei Gelenkschmerzen

Herz & KreislaufKreislauf

Inhaltsstoffe

Herzglykoside (CheirotoxinCheirosin)GlucosinolateFlavonoideätherisches Öl

Zubereitungsformen

TinkturPulver

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind vor allem mit anderen Erysimum-Arten möglich, insbesondere dem Acker-Schöterich (Erysimum cheiranthoides), der ähnliche gelbe Blüten trägt, jedoch deutlich kleinblütiger ist. Da der Goldlack überwiegend als Gartenpflanze kultiviert wird, sind Verwechslungen im Freiland selten, aber nicht ausgeschlossen.

Geschichte & Tradition

Der Goldlack war bereits in der Antike als Heil- und Zierpflanze bekannt; Dioskurides erwähnte verwandte Arten für medizinische Zwecke. Im Mittelalter fand er Eingang in die europäische Kloster- und Volksmedizin, vorwiegend bei Herzleiden und Kreislaufbeschwerden. Aufgrund der herzwirksamen Glykoside wurde er gelegentlich als Ersatz oder Ergänzung zu Digitalis-Präparaten diskutiert, ohne jedoch therapeutisch standardisiert zu werden. Mit dem Aufkommen moderner Herzglykoside aus Digitalis-Arten trat der Goldlack medizinisch in den Hintergrund.

Saison und Sammeln

Blütezeit: April, Mai, Juni

Erntezeit: April, Mai, Juni

Sicherheitshinweise

Giftig – alle Pflanzenteile enthalten Herzglykoside; kann Herzrhythmusstörungen, Übelkeit und Erbrechen auslösen. Nicht innerlich anwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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