Pflanzenprofil
Echtes Mädesüß
Schmerzen, Entzündungen, Fieber, Erkältung, Husten, Rheuma, Kopfschmerzen
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Schmerzen, Entzündungen, Fieber, Erkältung, Husten, Rheuma, Kopfschmerzen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Kraut (blühende Triebspitzen, ganz oder geschnitten, getrocknet) und Blüten (getrocknet)
Kraut – Teeaufguss: Erwachsene 2–6 g pro Einzeldosis, 2–18 g täglich; Pulver (Kapsel): 250–500 mg pro Einzeldosis, 250–1500 mg täglich; Trockenextrakt (wässrig, Kapsel): 169–507 mg täglich; Flüssigextrakt (1:1, Ethanol 25%): 1,5–6 ml pro Einzeldosis, 4,5–18 ml täglich; Tinktur (1:5, Ethanol 45%): 2–4 ml pro Einzeldosis, 6–12 ml täglich. Blüten – Teeaufguss: 2,5–6 g täglich; Trockenextrakt (ethanolisch, Kapsel): 100–150 mg pro Einzeldosis, 200–450 mg täglich. Anwendungsdauer: je nach Indikation max. 7 Tage bis 4 Wochen; bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Echtes Mädesüß kann mit dem Kleinen Mädesüß (Filipendula vulgaris) verwechselt werden, das ähnliche cremeweiße Blütenrispen trägt, sich jedoch durch knollig verdickte Wurzeln und schmälere Fiederblättchen unterscheidet. Der charakteristische, an Wintergrünöl erinnernde Geruch der zerriebenen Blätter des Echten Mädesüß erleichtert die sichere Unterscheidung.
Geschichte & Tradition
Echtes Mädesüß wurde bereits im Mittelalter als Heilpflanze gegen Fieber, Schmerzen und Entzündungen eingesetzt und ist in zahlreichen europäischen Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts beschrieben. Im 19. Jahrhundert gelang aus der Pflanze die Isolation salicylathaltiger Verbindungen; der Name "Aspirin" leitet sich vom damaligen Gattungsnamen Spiraea ab, da Salicylsäure aus Spiraeasäure synthetisiert wurde. In der Volksmedizin Mittel- und Nordeuropas war die Pflanze traditionell bei Rheuma, Erkältungskrankheiten und Magenblähungen verbreitet. Keltische Quellen erwähnen sie als eine der neun heiligen Kräuterpflanzen.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: Juni, Juli, August
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© AnRo0002 · CC0
Sicherheitshinweise
Nicht bei Salicylat- oder Aspirinallergie. Nicht in der Schwangerschaft. Nicht für Kinder unter 12 Jahren.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Salicylate. Schwangerschaft und Stillzeit (Sicherheit nicht belegt, Anwendung nicht empfohlen). Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (unzureichende Datenlage, Anwendung nicht empfohlen).
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Meiden |
| Kinder | Meiden |
| Blutverdünner | Vorsicht |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.