Luavera

Pflanzenprofil

Fenchel

Foeniculum vulgare Miller subsp. vulgare var. dulce (Mill.) Batt. &

Apiaceae

Harnwegserkrankungen, Erkältung, Husten, Schleimhautreizung der Atemwege


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Harnwegserkrankungen, Erkältung, Husten, Schleimhautreizung der Atemwege

Harnwege & BlaseHusten & BronchitisErkältungAtemwegserkrankungen

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (trans-AnetholFenchonEstragol)FlavonoideHydroxyzimtsäurederivateCumarinefettes Öl

Zubereitungsformen

TeeAufgussTinkturÄtherisches ÖlSirup

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Früchte (Fructus) – getrocknete Cremocarpien und Mericarpen von bitterem Fenchel (var. vulgare) und süßem Fenchel (var. dulce)

Erwachsene und Jugendliche: 1,5–2,5 g zerkleinerte Früchte als Teeaufguss (250 mL kochendes Wasser, 15 Min.), 3x täglich; Tagesdosis 4,5–7,5 g; max. 14 Tage. Kinder unter 12 Jahren: 1,0–1,7 g, 1–3x täglich; Tagesdosis 3,0–5,0 g; max. 1 Woche, nur bei leichten vorübergehenden Beschwerden.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im Freiland kann Fenchel vor allem im Jugendstadium mit dem Giftigen Schierling (Conium maculatum) oder der Hundspetersilie (Aethusa cynapium) verwechselt werden, die ebenfalls zur Familie der Apiaceae gehören. Ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal ist der charakteristische Anisgeruch des Fenchels beim Zerreiben der Blätter.

Geschichte & Tradition

Fenchel gehört zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen und wurde bereits im antiken Ägypten, Griechenland und Rom als Heil- und Gewürzpflanze genutzt. Im europäischen Mittelalter war er fester Bestandteil von Klostergärten und wurde von Hildegard von Bingen ausdrücklich empfohlen. Die Verwendung bei Magen-Darm-Beschwerden und Atemwegserkrankungen ist in der europäischen Volksmedizin seit Jahrhunderten überliefert. Im 16. Jahrhundert fand er Eingang in die frühen Pharmakopöen und ist bis heute in zahlreichen nationalen Arzneibüchern verankert.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: August, September, Oktober

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Fenchel

© Alvesgaspar · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Foeniculi dulcis fructus, European Medicines Agency [Link]
  2. EMA HMPC Assessment: Foeniculi amari fructus aetheroleum, European Medicines Agency [Link]
  3. EMA HMPC Assessment: Foeniculi amari fructus, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht in hoher Dosierung in der Schwangerschaft. Verwechslungsgefahr mit Schierling in der Natur. Fenchelöl nicht für Kleinkinder.

SchwangerschaftVorsicht
StillzeitVorsicht
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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