Pflanzenprofil
Fenchel
Husten, Erkältung, Bronchialkatarrh, Schleimlösung, Atemwegserkrankungen, Blähungen, Verdauungsbeschwerden
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Husten, Erkältung, Bronchialkatarrh, Schleimlösung, Atemwegserkrankungen, Blähungen, Verdauungsbeschwerden
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
| Schweregrad | Medikament / Wirkstoffklasse | Mechanismus | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Theoretisch | Antibiotika (gegen Pseudomonas aeruginosa) | Fenchel-Phytochemikalien hemmen möglicherweise schwach den MexAB-OprM-Effluxpumpen-Komplex in P. aeruginosa (In-vitro/Molecular Docking). | Rein theoretischer Befund aus In-vitro-Studie; keine klinische Relevanz ableitbar. Kein Handlungsbedarf. |
| Theoretisch | Anticholinergikum | FVEO normalisiert AChE-Aktivität und antagonisiert scopolamininduzierte cholinerge Defizite im Zebrafisch-Modell | Nur Tiermodell-Befund (Zebrafisch); keine klinischen Daten; Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung mit Anticholinergika theoretisch angeraten |
Verwechslungsgefahr
Fenchel kann im vegetativen Stadium mit dem stark giftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum) oder dem Wasserschierling (Cicuta virosa) verwechselt werden; ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal ist der charakteristische anisartige Geruch des Fenchels beim Zerreiben der Blätter. Verwechslungen mit Dill (Anethum graveolens) sind ebenfalls möglich, aber ungefährlich.
Geschichte & Tradition
Fenchel zählt zu den ältesten Kulturpflanzen Europas und war bereits in der Antike bei Griechen und Römern als Heil- und Gewürzpflanze bekannt. Im Mittelalter gehörte er zu den wichtigsten Klosterheilpflanzen; Karl der Große ordnete seinen Anbau in den kaiserlichen Gärten an. In der arabischen Medizin des Mittelalters beschrieb Ibn Sina (Avicenna) seine Wirkung auf die Atemwege und den Verdauungstrakt. Die Volksmedizin nutzte ihn über Jahrhunderte hinweg vor allem als schleimlösendes und blähungswidriges Mittel.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juli, August, September
Erntezeit: August, September, Oktober
Evidenzlage
BegrenztPflanzenbild
© Alvesgaspar · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Nicht bei Säuglingen unter 4 Jahren anwenden. Vorsicht bei Östrogenempfindlichkeit. Ätherisches Öl nicht unverdünnt anwenden.
| Schwangerschaft | Vorsicht |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Vorsicht |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.