Luavera

Pflanzenprofil

Fenchel

Foeniculum vulgare Miller subsp. vulgare var. vulgare

Apiaceae

Husten, Erkältung, Bronchialkatarrh, Schleimlösung, Atemwegserkrankungen, Blähungen, Verdauungsbeschwerden


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Husten, Erkältung, Bronchialkatarrh, Schleimlösung, Atemwegserkrankungen, Blähungen, Verdauungsbeschwerden

Husten & BronchitisVerdauungsbeschwerdenBlähungenAtemwegserkrankungenBronchitisErkältung & GrippeErkaltungBlasenbeschwerdenHarnwege & Blase

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (trans-AnetholFenchonEstragol)FlavonoideCumarineFettsäurenSterole

Zubereitungsformen

TeeTinkturÄtherisches ÖlSirupKapsel

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
TheoretischAntibiotika (gegen Pseudomonas aeruginosa)Fenchel-Phytochemikalien hemmen möglicherweise schwach den MexAB-OprM-Effluxpumpen-Komplex in P. aeruginosa (In-vitro/Molecular Docking).Rein theoretischer Befund aus In-vitro-Studie; keine klinische Relevanz ableitbar. Kein Handlungsbedarf.
TheoretischAnticholinergikumFVEO normalisiert AChE-Aktivität und antagonisiert scopolamininduzierte cholinerge Defizite im Zebrafisch-ModellNur Tiermodell-Befund (Zebrafisch); keine klinischen Daten; Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung mit Anticholinergika theoretisch angeraten

Verwechslungsgefahr

Fenchel kann im vegetativen Stadium mit dem stark giftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum) oder dem Wasserschierling (Cicuta virosa) verwechselt werden; ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal ist der charakteristische anisartige Geruch des Fenchels beim Zerreiben der Blätter. Verwechslungen mit Dill (Anethum graveolens) sind ebenfalls möglich, aber ungefährlich.

Geschichte & Tradition

Fenchel zählt zu den ältesten Kulturpflanzen Europas und war bereits in der Antike bei Griechen und Römern als Heil- und Gewürzpflanze bekannt. Im Mittelalter gehörte er zu den wichtigsten Klosterheilpflanzen; Karl der Große ordnete seinen Anbau in den kaiserlichen Gärten an. In der arabischen Medizin des Mittelalters beschrieb Ibn Sina (Avicenna) seine Wirkung auf die Atemwege und den Verdauungstrakt. Die Volksmedizin nutzte ihn über Jahrhunderte hinweg vor allem als schleimlösendes und blähungswidriges Mittel.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: August, September, Oktober

Evidenzlage

Begrenzt

Pflanzenbild

Fenchel

© Alvesgaspar · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Nicht bei Säuglingen unter 4 Jahren anwenden. Vorsicht bei Östrogenempfindlichkeit. Ätherisches Öl nicht unverdünnt anwenden.

SchwangerschaftVorsicht
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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