Luavera

Pflanzenprofil

Esche

Fraxinus excelsior

Oleaceae

Die Esche (Fraxinus excelsior) aus der Familie der Ölbaumgewächse wird traditionell bei Gelenkbeschwerden, Rheuma und Gicht eingesetzt, da Blätter und Rinde in der Literatur als entzündungshemmend und harntreibend beschrieben werden. Eschenblätter (Fraxini folium) werden in der Literatur zur Förderung der Harnsäureausscheidung beschrieben und werden als mildes Diuretikum beschrieben. Historisch wurde die Rinde auch traditionell bei Fieber verwendet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Rheuma, Gicht, Gelenkschmerzen, Harnwegsbeschwerden, Entzündungen, Harnsäureausscheidung

VerdauungsbeschwerdenRheumaGichtGelenk- & RheumaschmerzenGelenkschmerzenFieberEntzündungHarnsäureHarnwege & Blase

Inhaltsstoffe

Cumarine (FraxinFraxetin)IridoideFlavonoide (QuercetinRutin)GerbstoffeSchleimstoffe

Zubereitungsformen

TeeAufgussAbkochungTinktur

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blätter (getrocknet)

Erwachsene: Aufguss (Infusion) 10–30 g/l, aufgeteilt in 2–3 Tassen täglich; Abkochung (Dekokt) 20 g/l, aufgeteilt in 2–3 Tassen täglich. Alternativ: Pulverisierte Droge in Kapseln 250–750 mg bzw. 350–700 mg, 2–3 mal täglich (Spanien). Weitere Angaben: 3–4 Teelöffel (3,6–4,8 g) in Wasser täglich.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eschenblätter können mit dem Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) verwechselt werden, der ebenfalls gefiederte Blätter besitzt, sich jedoch durch seinen charakteristischen Geruch unterscheidet. Eine Verwechslung mit der Eberesche (Sorbus aucuparia) ist ebenfalls möglich, die durch stärker gesägte Blättchen und ihre leuchtend roten Beeren abgegrenzt werden kann.

Geschichte & Tradition

Die Esche zählt zu den ältesten europäischen Heilpflanzen und ist als Weltenbaum Yggdrasil der germanisch-nordischen Mythologie bekannt. Im mittelalterlichen Europa wird die traditionelle Anwendung von Rinde und Blättern bei Fieber, Rheuma und Gicht überliefert; die Rinde diente zeitweise als Ersatz für Chinarinde (Cinchona). In der europäischen Volksheilkunde wird die Esche seit Jahrhunderten mit harntreibenden Effekten überliefert; in der Literatur werden entzündungshemmende Effekte beschrieben.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai

Erntezeit: April, Mai, Juni

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Esche

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Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Fraxini folium, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Allergische Reaktionen möglich. Nicht bei bekannter Ölbaumgewächse-Allergie anwenden. Rücksprache mit Arzt bei Dauermedikation.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitMeiden
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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