Luavera

Pflanzenprofil

Ginster

Genista

Fabaceae

Der Ginster (Genista) ist eine artenreiche Gattung der Familie Fabaceae mit mehreren traditionell medizinisch genutzten Arten. Besonders Genista tinctoria (Färberginster) wurde historisch als Diuretikum sowie bei Herzschwäche und Wassereinlagerungen eingesetzt. Die enthaltenen Alkaloide – allen voran Spartein – besitzen nachgewiesene herzwirksame und blutdruckregulierende Eigenschaften.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Harntreibend, Herzunterstützend, Blutdruckregulierend, Wassereinlagerungen

Herz & KreislaufBluthochdruckWassereinlagerungenDurchblutungNieren

Inhaltsstoffe

Chinolizidinalkaloide (v. a. SparteinLupaninCytisin)Isoflavone (GenisteinFormononetin)FlavonoideGerbstoffeBitterstoffe

Zubereitungsformen

TeeTinkturStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind insbesondere mit dem Besenginster (Cytisus scoparius syn. Sarothamnus scoparius) möglich, der ebenfalls Spartein enthält, aber in höherer Konzentration und deshalb als stärker toxisch gilt. Gefährlich ist eine Verwechslung mit dem giftigen Goldregen (Laburnum anagyroides), dessen gelbe Blüten oberflächlich ähnlich wirken, der jedoch das hochgiftige Alkaloid Cytisin in deutlich größeren Mengen enthält.

Geschichte & Tradition

Der Färberginster (Genista tinctoria) wurde bereits im Mittelalter als Heilpflanze und Gelbfarbstoff genutzt. In der Volksmedizin Mittel- und Südeuropas fand er traditionell Anwendung als Diuretikum sowie bei Ödemen und Herzschwäche. Hildegard von Bingen und spätere Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts erwähnen Ginster-Zubereitungen bei Wassersucht und Beschwerden der Harnwege. Im 19. Jahrhundert wurde Spartein als herzwirksamer Wirkstoff isoliert und kurzzeitig auch in der akademischen Medizin eingesetzt.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Erntezeit: Mai, Juni, Juli

Pflanzenbild

Ginster

© Calibas · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

Giftig: Alkaloide (Spartein, Cytisin). Nicht in Schwangerschaft. Herzerkrankungen nur ärztl. Aufsicht. Überdosierung toxisch.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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