Luavera

Pflanzenprofil

Kahles Bruchkraut

Herniaria glabraL.;Herniaria hirsutaL.;Herniaria incanaLam.

Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung, Nierengrieß, Harnsteine, Reizblase, Harnwegsbeschwerden


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung, Nierengrieß, Harnsteine, Reizblase, Harnwegsbeschwerden

Harnwege & BlaseBlaseNiereEntzündung

Inhaltsstoffe

Saponine (Herniarien)Cumarine (HerniarinUmbelliferon)FlavonoideGerbstoffe

Zubereitungsformen

TeeAufgussTinktur

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknetes, blühendes Kraut (oberirdische Teile)

Erwachsene und ältere Personen: Einzeldosis 1,5–3 g; maximale Tagesdosis 10 g; 3–5-mal täglich als Aufguss (Infusion) oder Abkochung (Dekokt); Anwendungsdauer maximal 2 Wochen

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die drei eng verwandten Arten Herniaria glabra, H. hirsuta und H. incana sind vegetativ kaum zu unterscheiden und werden in der Heilkräuterliteratur häufig synonym gehandelt. Im Freiland kann das Bruchkraut bei flüchtiger Betrachtung mit anderen niederliegenden Kleinkräutern der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) verwechselt werden, die keine entsprechenden Inhaltsstoffe aufweisen.

Geschichte & Tradition

Das Bruchkraut war bereits im Mittelalter als Heilmittel bekannt und wurde – dem volkstümlichen Namen entsprechend – ursprünglich gegen Hernien (Leistenbrüche) eingesetzt. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert beschrieben europäische Kräuterbücher seine harntreibenden Eigenschaften. In der volksmedizinischen Überlieferung Mitteleuropas fand die Pflanze traditionell Verwendung bei Blasen- und Nierenleiden sowie zur Förderung des Harnabflusses. Heute steht vor allem die Anwendung bei Harnwegsinfektionen und Harnstein-Erkrankungen im Vordergrund.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Kahles Bruchkraut

© Michael Becker · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Herniariae herba, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Nicht bei Nierenerkrankungen mit eingeschränkter Nierenfunktion. Nicht in Schwangerschaft.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff; Zustände, bei denen eine eingeschränkte Flüssigkeitsaufnahme empfohlen wird (z. B. schwere Herz- oder Niereninsuffizienz)

SchwangerschaftMeiden
StillzeitMeiden
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungVorsicht
NierenerkrankungMeiden
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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