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Pflanzenprofil

Schwertlilie

Iris germanica L.

Die Schwertlilie wird in der traditionellen Heilkunde vor allem durch ihr getrocknetes Rhizom (Veilchenwurzel) genutzt, das schleimlösende und leicht harntreibende Eigenschaften besitzt. Historisch wurde sie bei Husten, Bronchitis und Atemwegserkrankungen eingesetzt. Die innerliche Anwendung erfordert Fachkenntnis, da frische Pflanzenteile reizend und toxisch wirken können.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Husten, Bronchitis, Atemwegserkrankungen, Schleimhautreizung, Verdauungsbeschwerden

Husten & BronchitisBronchitisAtemwegserkrankungenVerdauungsbeschwerdenSchleimhaut

Inhaltsstoffe

IroneIsoflavoneGerbstoffeSchleimstoffeStärke

Zubereitungsformen

AbkochungTinkturPulver

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung ist vor allem mit der Gelben Schwertlilie (Iris pseudacorus) möglich, die an feuchten Standorten wächst und deren Rhizom stärker toxisch wirkt. Auch andere Iris-Arten können äußerlich ähnlich erscheinen, weshalb eine sorgfältige botanische Bestimmung vor der Ernte unerlässlich ist.

Geschichte & Tradition

Die Veilchenwurzel, das getrocknete Rhizom von Iris germanica, war bereits im antiken Griechenland und Rom als Heil- und Duftstoff bekannt und ist bei Theophrast sowie Dioskurides erwähnt. Im europäischen Mittelalter gehörte sie zu den gebräuchlichsten Arzneimitteln in Klostergärten und Apotheken und wurde bei Husten, Wassersucht und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Bis ins 19. Jahrhundert blieb das Rhizom ein fester Bestandteil des offizinellen Arzneischatzes sowie der Parfüm- und Kosmetikindustrie.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Mai, Juni

Erntezeit: September, Oktober

Pflanzenbild

Schwertlilie

© User:GinoMM · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Frische Rhizome und Blätter giftig; Haut- und Schleimhautreizungen möglich; nicht ohne Fachkenntnis innerlich anwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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