Pflanzenprofil
Malve
Die Malve (Malva sylvestris) ist eine traditionsreiche Heilpflanze aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae), deren Blüten und Blätter reich an Schleimstoffen sind. Diese Schleimstoffe wirken reizlindernd auf die Schleimhäute der Atemwege und des Verdauungstrakts und werden daher bei Husten, Halsschmerzen und leichten Magenbeschwerden eingesetzt. Äußerlich angewendet kann die Malve bei Hautirritationen und leichten Entzündungen Linderung verschaffen.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Husten, Halsschmerzen, Reizhusten, Bronchitis, Schleimhautentzündungen, Atemwegserkrankungen, Magenbeschwerden, Hautpflege, Entzündungen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Blüten (Malva sylvestris L., flos) und Blätter (Malva sylvestris L. und/oder Malva neglecta Wallr., folium)
Blüten (flos): Erwachsene: 1,5–2 g zerkleinertes Kraut pro Tasse als Kaltmazerat oder heißer Aufguss (10 Min. ziehen lassen), 2–3 mal täglich; maximale Tagesdosis 5 g. Als Gurgellösung: 1,5%iger Aufguss. Blätter (folium): Erwachsene und Jugendliche sowie Kinder >6 Jahre: 3–5 g pro Tasse (150 ml), 3–4 mal täglich; Kinder 2–5 Jahre: 1–2 mal täglich; Tagesdosis 5 g. Zubereitung: Aufguss oder Kaltauszug (2–3 Stunden). Anwendungsdauer: 7 Tage (laut österreichischem THMP).
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Eine häufige Verwechslung besteht mit der Kleinen Malve (Malva neglecta), die sehr ähnliche Blätter, aber deutlich kleinere, blassere Blüten aufweist und ebenfalls Schleimstoffe enthält. Gelegentlich wird Malva sylvestris auch mit der Stockrose (Alcea rosea) verwechselt, die jedoch erheblich größer wächst und vorwiegend kultiviert vorkommt.
Geschichte & Tradition
Die Malve zählt zu den ältesten Heilpflanzen Europas und war bereits bei Hippokrates und Plinius dem Älteren als Heil- und Nahrungspflanze bekannt. Ihr Gattungsname leitet sich vom griechischen 'malakos' (weich) ab und verweist auf ihre erweichenden Eigenschaften. Im Mittelalter war sie unter dem Beinamen 'Omnimorbia' als vielseitiges Heilmittel geschätzt und gehörte zum festen Bestand europäischer Kloster- und Hausgärten. In der traditionellen Volksmedizin wurde sie sowohl innerlich bei Atemwegs- und Verdauungsbeschwerden als auch äußerlich bei Hauterkrankungen eingesetzt.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August, September
Erntezeit: Juni, Juli, August, September
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Alvesgaspar · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Gilt als gut verträglich. In Schwangerschaft und Stillzeit übermäßigen Konsum vermeiden. Bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen. Keine weiteren expliziten Kontraindikationen im vorliegenden Berichtsauszug genannt (Abschnitt 5.5.2 im Dokument vorhanden, aber Inhalt im Auszug nicht wiedergegeben).
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Vorsicht |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbedenklich |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.