Luavera

Pflanzenprofil

Gewöhnlicher Andorn

Marrubium vulgare

Lamiaceae

Husten, Erkältung, Bronchitis, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Blähungen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Husten, Erkältung, Bronchitis, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Blähungen

Husten & BronchitisErkältung & GrippeAppetitlosigkeitVerdauungsbeschwerdenBronchitis

Inhaltsstoffe

Marrubiin (Diterpen-Lacton)BitterstoffeFlavonoideGerbstoffeätherisches ÖlSchleimstoffeAlkaloide (BetonicinTuricin)

Zubereitungsformen

TeeTinkturSirupStandardisierter ExtraktTablette

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Kraut (blühende oberirdische Pflanzenteile, getrocknet)

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren, oral, 3x täglich: - Teeaufguss: 1–2 g zerkleinertes Kraut in 250 ml kochendem Wasser - Presssaft (DER 1:0,70–0,90): 10–20 ml - Flüssigextrakt (DER 1:0,9–1,1), Ethanol 20–30% V/V: 1,5–4 ml - Pulverisiertes Kraut (Kapsel): 225–450 mg Bei Indikation Husten/Erkältung: Arzt aufsuchen, wenn Symptome länger als 1 Woche anhalten. Bei Verdauungsbeschwerden/Appetitlosigkeit: Arzt aufsuchen nach 2 Wochen. Für Verdauungsindikationen Einnahme 30 min vor den Mahlzeiten.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind vor allem mit der Schwarzen Gottesminze (Ballota nigra) möglich, die ebenfalls filzig behaarte Blätter und eine ähnliche Wuchsform aufweist, jedoch durch ihren ausgeprägten unangenehmen Geruch und die meist dunklere Blütenfarbe unterschieden werden kann.

Geschichte & Tradition

Marrubium vulgare zählt zu den ältesten überlieferten Heilpflanzen Europas und war bereits im antiken Ägypten sowie bei Griechen und Römern als Mittel gegen Atemwegserkrankungen bekannt. Dioskurides und Plinius beschrieben seine Anwendung bei Husten, Bronchitis und Verdauungsbeschwerden. Im Mittelalter war Andorn eine der am häufigsten angebauten Arzneipflanzen klösterlicher Gärten. In der jüdischen Überlieferung gilt er zudem als eine der traditionellen Bitterkräuter des Pessach-Mahls.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Gewöhnlicher Andorn

© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Marrubii herba, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft (uterotone Wirkung). Bei Gallenproblemen nur nach ärztlicher Rücksprache.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungVorsicht
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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