Pflanzenprofil
Matricaria recutita
Hauterkrankungen, kleine Wunden, Hautreizungen, Ekzeme, entzündliche Hautzustände
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Hauterkrankungen, kleine Wunden, Hautreizungen, Ekzeme, entzündliche Hautzustände
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Blüten (getrocknete Blütenköpfchen/Capitula) und ätherisches Öl der Blütenköpfe
Oral (Kräutertee, Erwachsene): 3 g/150 ml Wasser, 3–4x täglich. Kinder 6 Mon.–2 J.: 0,5–1,0 g; 2–6 J.: 1,0–2,0 g; 6–12 J.: 1,5–3,0 g; jeweils 2–4x täglich. Flüssigextrakte oral (Erwachsene/Jugendliche): je nach Zubereitung 5–10 ml in 100–150 ml Wasser, bis 4x täglich; Kinder 6–12 J.: 2–3 ml bzw. 13–20 Tropfen in 150 ml Wasser, bis 4x täglich. Äußerlich (Kompresse/Spülung): 15–45 ml Extrakt/l Wasser, 1–mehrmals täglich. Sitzbad/Teilbad: 20–30 ml/l Wasser, 1–2x täglich. Inhalation: 5–40 ml Extrakt/l heißes Wasser, 1–2x täglich. Ätherisches Öl als Badezusatz: 0,12–0,5 g/100 g Badezusatz (Vollbad 10–20 ml/80 l, Sitzbad 2–3 ml/10 l, Dauer 10–20 min).
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Die Echte Kamille kann mit der Geruchlosen Kamille (Tripleurospermum inodorum) verwechselt werden, die keinen charakteristischen Geruch aufweist und einen nicht-hohlen Blütenboden besitzt. Außerdem besteht Verwechslungsgefahr mit der Römischen Kamille (Chamaemelum nobile), die ebenfalls aromatisch riecht, sich aber durch gefiederte Blätter und einen behaarten Stängel unterscheidet.
Geschichte & Tradition
Die Echte Kamille zählt zu den ältesten und am besten dokumentierten Heilpflanzen Europas. Bereits im antiken Ägypten, Griechenland und Rom wurde sie medizinisch genutzt, vor allem bei Hautleiden und entzündlichen Beschwerden. Im Mittelalter war sie fester Bestandteil der Kloster- und Volksmedizin; Hildegard von Bingen und Tabernaemontanus beschrieben ihre vielfältigen Anwendungen. Heute gehört die Kamille zu den meistverwendeten Arzneipflanzen weltweit und ist in zahlreichen nationalen Arzneibüchern monographiert.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Alvesgaspar · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Bei Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) vermeiden. Selten Kontaktallergien möglich.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Vorsicht |
| Kinder | Vorsicht |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.