Luavera

Pflanzenprofil

Matricaria recutita

Matricaria recutitaL.

Hauterkrankungen, kleine Wunden, Hautreizungen, Ekzeme, entzündliche Hautzustände


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Hauterkrankungen, kleine Wunden, Hautreizungen, Ekzeme, entzündliche Hautzustände

HautproblemeWunden & VerletzungenEntzündungEkzemHautreizung

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (α-BisabololBisabololoxide A und BChamazulen)Flavonoide (Apigenin-7-glucosid)SchleimstoffeCumarine (HerniarinUmbelliferon)Gerbstoffe

Zubereitungsformen

TeeTinkturÄtherisches ÖlSalbeUmschlag

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blüten (getrocknete Blütenköpfchen/Capitula) und ätherisches Öl der Blütenköpfe

Oral (Kräutertee, Erwachsene): 3 g/150 ml Wasser, 3–4x täglich. Kinder 6 Mon.–2 J.: 0,5–1,0 g; 2–6 J.: 1,0–2,0 g; 6–12 J.: 1,5–3,0 g; jeweils 2–4x täglich. Flüssigextrakte oral (Erwachsene/Jugendliche): je nach Zubereitung 5–10 ml in 100–150 ml Wasser, bis 4x täglich; Kinder 6–12 J.: 2–3 ml bzw. 13–20 Tropfen in 150 ml Wasser, bis 4x täglich. Äußerlich (Kompresse/Spülung): 15–45 ml Extrakt/l Wasser, 1–mehrmals täglich. Sitzbad/Teilbad: 20–30 ml/l Wasser, 1–2x täglich. Inhalation: 5–40 ml Extrakt/l heißes Wasser, 1–2x täglich. Ätherisches Öl als Badezusatz: 0,12–0,5 g/100 g Badezusatz (Vollbad 10–20 ml/80 l, Sitzbad 2–3 ml/10 l, Dauer 10–20 min).

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die Echte Kamille kann mit der Geruchlosen Kamille (Tripleurospermum inodorum) verwechselt werden, die keinen charakteristischen Geruch aufweist und einen nicht-hohlen Blütenboden besitzt. Außerdem besteht Verwechslungsgefahr mit der Römischen Kamille (Chamaemelum nobile), die ebenfalls aromatisch riecht, sich aber durch gefiederte Blätter und einen behaarten Stängel unterscheidet.

Geschichte & Tradition

Die Echte Kamille zählt zu den ältesten und am besten dokumentierten Heilpflanzen Europas. Bereits im antiken Ägypten, Griechenland und Rom wurde sie medizinisch genutzt, vor allem bei Hautleiden und entzündlichen Beschwerden. Im Mittelalter war sie fester Bestandteil der Kloster- und Volksmedizin; Hildegard von Bingen und Tabernaemontanus beschrieben ihre vielfältigen Anwendungen. Heute gehört die Kamille zu den meistverwendeten Arzneipflanzen weltweit und ist in zahlreichen nationalen Arzneibüchern monographiert.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August

Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Matricaria recutita

© Alvesgaspar · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Matricariae flos, European Medicines Agency [Link]
  2. EMA HMPC Assessment: Matricariae aetheroleum, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Bei Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) vermeiden. Selten Kontaktallergien möglich.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitVorsicht
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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