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Pflanzenprofil

Straußenfarn

Matteuccia struthiopteris

Onocleaceae

Der Straußenfarn wird vor allem als Wildgemüse genutzt: Die jungen, eingerollten Wedel (Fiddleheads) werden im Frühjahr gesammelt und nach dem Kochen als vitaminreiches Gemüse verzehrt. Traditionell wird der Farn mit schwach entzündungshemmenden und tonisierenden Eigenschaften beschrieben. Eine wissenschaftlich gesicherte medizinische Anwendung existiert bislang kaum; der Hauptnutzen liegt im Bereich der Wildkräuterküche.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Wildgemüse, Vitaminquelle (Frühjahr), Volksmedizin

ErnährungVerdauungsbeschwerdenVitaminmangel

Inhaltsstoffe

Vitamin CNiacinRiboflavinEisenKaliumPhenolische Verbindungen

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im Fiddlehead-Stadium kann der Straußenfarn mit anderen Farnarten verwechselt werden, insbesondere mit dem Adlerfarn (Pteridium aquilinum), dessen Wedel das potenziell karzinogene Ptaquilosid enthalten und daher nicht als Wildgemüse geeignet sind. Auch eine Verwechslung mit dem Königsfarn (Osmunda regalis) ist möglich, wobei dessen junge Wedel ebenfalls von Matteuccia struthiopteris zu unterscheiden sind.

Geschichte & Tradition

Der Straußenfarn wurde seit Jahrhunderten von indigenen Völkern Nordamerikas als Frühjahrsgemüse genutzt, insbesondere die jungen eingerollten Wedel (Fiddleheads). In Japan ist die Pflanze unter dem Namen Kogomi (コゴミ) als traditionelle Frühjahrsspeise (Sansai) bekannt und wird bis heute gesammelt. In Europa spielte er volksmedizinisch eine untergeordnete Rolle; tonisierende Wirkungen wurden ihm gelegentlich in der Kräuterkunde zugeschrieben, ohne dass dies systematisch belegt wurde.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Erntezeit: April, Mai

Pflanzenbild

Straußenfarn

© The Cosmonaut · CC BY-SA 2.5 ca

Sicherheitshinweise

Rohe Wedel meiden (Thiaminase-Gehalt, hemmt Vitamin B1); nur kurz vorgekochte Jungtriebe verwenden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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