Pflanzenprofil
Hopfenklee
Hopfenklee ist ein in Europa weit verbreitetes Wildkraut aus der Familie der Hülsenfrüchtler, das in der Volksmedizin traditionell bei Verdauungsbeschwerden angewendet wurde und dem harntreibende Effekte zugeordnet wurden. Die Pflanze enthält Flavonoide, Saponine und Gerbstoffe, denen in der Literatur adstringierende und entzündungshemmende Effekte zugeordnet werden. Die medizinische Nutzung ist heute wissenschaftlich wenig erforscht und beschränkt sich überwiegend auf volksmedizinische Überlieferungen.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Verdauungsbeschwerden, leichte harntreibende Wirkung, Volksmedizin
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Hopfenklee wird am häufigsten mit dem Kleinen Klee (Trifolium dubium) verwechselt, dessen dreiblättrige Laubblätter und kleine gelbliche Blütenköpfchen dem Hopfenklee sehr ähnlich sehen; sicher zu unterscheiden sind beide Arten erst anhand der charakteristischen nierenförmigen, im Reifestand schwarz werdenden Hülsenfrüchte von Medicago lupulina. Auch Verwechslungen mit anderen kleinwüchsigen Medicago-Arten wie dem Zwerg-Schneckenklee (Medicago minima) sind bei fehlendem Fruchtstand möglich.
Geschichte & Tradition
Hopfenklee wurde in der europäischen Volksmedizin als mildes Mittel bei Verdauungsbeschwerden und zur leichten harntreibenden Unterstützung verwendet, ohne je eine herausgehobene Stellung unter den Arzneipflanzen einzunehmen. Ältere mitteleuropäische Kräuterbücher des 18. und 19. Jahrhunderts führten die Art gelegentlich auf, ordneten ihr jedoch keine spezifischen therapeutischen Indikationen zu, die über allgemeine volksmedizinische Überlieferungen hinausgingen. Eine systematische pharmazeutische Aufbereitung oder Standardisierung fand historisch nicht statt.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
Pflanzenbild
CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Bei übermäßigem Verzehr mögliche Magen-Darm-Beschwerden. Schwangere sollten größere Mengen meiden.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.
