Luavera

Pflanzenprofil

Australischer Teebaum

Melaleuca alternifolia(Maiden and Betche) Cheel

Kleine Wunden, Hautinfektionen, Akne, Mundschleimhautentzündung, Rachenerkrankungen, Pilzinfektionen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Kleine Wunden, Hautinfektionen, Akne, Mundschleimhautentzündung, Rachenerkrankungen, Pilzinfektionen

HauterkrankungenWunden & VerletzungenAkneMund-rachenPilzinfektionenEntzündungen

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (hauptsächlich Terpinen-4-olγ-Terpinenα-Terpinen18-Cineolp-Cymenα-TerpineolTerpinolen)

Zubereitungsformen

Ätherisches ÖlSalbeTinkturStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
TheoretischItraconazolSynergistische Potenzierung der fungiziden Aktivität durch TTO in vitro (In-vitro-Studie)Rein in vitro; klinische Relevanz nicht belegt. Keine Dosisanpassung ableitbar.
TheoretischKetoconazolSynergistische Potenzierung der fungiziden Aktivität durch TTO in vitro (In-vitro-Studie)Rein in vitro; klinische Relevanz nicht belegt. Keine Dosisanpassung ableitbar.
TheoretischThrombozytenaggregationshemmer (P2Y12-Inhibitoren, z.B. Clopidogrel, Ticagrelor)γ-Terpinen bindet an P2Y12-Rezeptor (Docking-Affinität 6,45 kcal/mol) und hemmt Thrombozytenaggregation in vitro/TiermodellRein präklinische Daten (in vitro, SHR-Ratten); keine klinische Empfehlung ableitbar, Forschungsbedarf
TheoretischAntikoagulanzienAntiplatelet-Effekt von γ-Terpinen könnte additiv mit gerinnungshemmenden Substanzen wirkenNur theoretisch basierend auf in-vitro-Befunden; klinische Relevanz ungeklärt
TheoretischItraconazolIn-vitro-Synergie: TTO (Terpinen-4-ol) potenziert antifungale Wirkung via additive/synergistische MembranschädigungNur In-vitro-Evidenz; klinische Relevanz unklar – keine Dosisanpassung ohne weitere Studien
TheoretischKetoconazolIn-vitro-Synergie: TTO-Kombination senkt MHK von Ketoconazol gegen T. rubrumNur In-vitro-Evidenz; klinische Relevanz unklar – keine Dosisanpassung ohne weitere Studien
TheoretischClotrimazolSynergistischer/additiver Effekt in vitro (Checkerboard-Assay); gemeinsamer Angriff auf Zellmembranintegrität von Malassezia pachydermatis vermutetNur In-vitro-Daten aus Veterinärstudie; klinische Relevanz beim Menschen nicht belegt; keine therapeutische Empfehlung ableitbar

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind mit anderen Melaleuca-Arten wie Melaleuca cajuputi (Cajeputbaum) möglich, dessen ätherisches Öl einen deutlich höheren Anteil an 1,8-Cineol und damit eine abweichende Wirkstoffzusammensetzung aufweist. Auch Leptospermum-Arten (Teestrauchegewächse) derselben Familie können äußerlich ähnlich erscheinen, liefern jedoch ein ätherisches Öl anderer Zusammensetzung ohne vergleichbaren Terpinen-4-ol-Gehalt.

Geschichte & Tradition

Die Ureinwohner Australiens nutzten die Blätter von Melaleuca alternifolia seit Jahrhunderten zur Wundbehandlung und bei Atemwegserkrankungen, indem sie die zerriebenen Blätter auf die Haut auflegten oder deren Dämpfe inhalierten. In den 1920er Jahren untersuchte der Chemiker Arthur Penfold am Museum of Technology and Applied Sciences in Sydney das ätherische Öl systematisch und wies eine deutlich stärkere antiseptische Wirkung gegenüber Phenol nach. Im Zweiten Weltkrieg gehörte Teebaumöl zur Standardausrüstung australischer Soldaten für die Wund- und Hautpflege. Nach einem vorübergehenden Bedeutungsverlust durch die Antibiotika-Ära erfuhr das Öl ab den 1970er Jahren eine wissenschaftliche und kommerzielle Renaissance.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Oktober, November, Dezember

Erntezeit: Oktober, November, Dezember, Januar, Februar

Evidenzlage

Begrenzt

Sicherheitshinweise

Nicht unverdünnt anwenden; nicht innerlich einnehmen; Kontaktallergien möglich; von Kindern fernhalten.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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