Pflanzenprofil
Gelber Steinklee
Venöse Insuffizienz, Beinödeme, Kreislaufstörungen, Hautprobleme, Wundversorgung
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Venöse Insuffizienz, Beinödeme, Kreislaufstörungen, Hautprobleme, Wundversorgung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Am häufigsten wird Gelber Steinklee mit dem Weißen Steinklee (Melilotus albus) verwechselt, der ein nahezu identisches Inhaltsstoffprofil aufweist und therapeutisch ähnlich genutzt wird. Eine Verwechslung mit Trifolium-Arten (echte Kleearten) ist morphologisch möglich, jedoch pharmakologisch weniger relevant, da diese keine nennenswerten Cumarine enthalten.
Geschichte & Tradition
Gelber Steinklee wurde bereits in der Antike als Heilmittel bei Schwellungen und Wunden eingesetzt. Im Mittelalter galt er als bewährtes Mittel gegen Ödeme und entzündliche Hauterkrankungen. Wissenschaftliche Bedeutung erlangte die Pflanze im 20. Jahrhundert, als aus verdorbenem Steinkleeheu das Dicumarol isoliert wurde – ein Fund, der zur Entwicklung moderner Antikoagulanzien führte. Heute ist Melilotus officinalis phytotherapeutisch vor allem bei chronisch-venöser Insuffizienz und Lymphstauungen etabliert.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August, September
Erntezeit: Juni, Juli, August
Evidenzlage
BegrenztPflanzenbild
© Ivar Leidus · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Nicht bei Blutgerinnungsstörungen; Wechselwirkung mit Gerinnungshemmern möglich; Anwendung in Schwangerschaft meiden
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Vorsicht |
| Vor Operationen | Vorsicht |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.