Pflanzenprofil
Fieberklee
Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Magenbeschwerden, Entzündungen, Schmerzzustände
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Magenbeschwerden, Entzündungen, Schmerzzustände
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Blätter (Menyanthidis trifoliatae folium)
Nur Erwachsene. Indikationen 1 & 2 (Appetitmangel, leichte Verdauungsstörungen wie Blähungen): Kräutertee-Aufguss 0,4–1,6 g zerkleinertes Kraut in 150 ml kochendem Wasser, 2–4× täglich (Tagesdosis 0,8–4,8 g); bei Appetitmangel 30 min vor den Mahlzeiten, bei Verdauungsstörungen zwischen den Mahlzeiten. Indikation 3 (leichte Gelenk- und Muskelschmerzen): Kräutertee-Aufguss 1,0–2,0 g pro Tasse (150 ml) 3× täglich (TD 3,0–6,0 g); Pulver/Kapseln 1,0–2,0 g 3× täglich (TD 3,0–6,0 g); Tinktur DER 1:5 (45 % Ethanol) 1–3 ml 3× täglich (TD 3–9 ml); Flüssigextrakt DER 1:1 (25 % Ethanol) 1–2 ml 3× täglich (TD 3–6 ml).
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Aufgrund der dreiteiligen Blätter sind Verwechslungen mit echten Kleearten (Trifolium spp.) möglich; Fieberklee wächst jedoch ausschließlich in Sümpfen und Mooren, was eine eindeutige Unterscheidung anhand des Standorts erlaubt. Im vegetativen Stadium sind zudem Verwechslungen mit anderen Sumpfpflanzen nicht vollständig auszuschließen.
Geschichte & Tradition
Fieberklee wurde seit dem Mittelalter in der europäischen Volksmedizin als Bittermittel gegen Wechselfieber und Verdauungsschwäche eingesetzt. In Nordeuropa galt er zeitweise als erschwinglicher Ersatz für die teure Chinarinde bei Malaria-ähnlichen Fiebererkrankungen. Die traditionelle Volksmedizin Skandinaviens und der Britischen Inseln nutzte ihn darüber hinaus bei Rheuma, Hauterkrankungen und allgemeiner körperlicher Schwäche.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Erntezeit: Mai, Juni
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Arnstein Rønning · CC BY 3.0
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Menyanthidis trifoliatae folium, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Nicht bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren anwenden. Hohe Dosen können Übelkeit verursachen. In der Schwangerschaft meiden.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Meiden |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.