Luavera

Pflanzenprofil

Myroxylon balsamum

Myroxylon balsamum (L.) Harms var. perierae (Royle) Harms

Fabaceae

Wundheilung, Hauterkrankungen, Krätze, Antiseptikum, Hautpflege


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Wundheilung, Hauterkrankungen, Krätze, Antiseptikum, Hautpflege

Wunden & VerletzungenHautproblemeInfektionenParasiten

Inhaltsstoffe

BenzylbenzoatBenzylcinnamat (Cinnamein)ZimtsäureBenzoesäureBenzaldehydVanillinHarze

Zubereitungsformen

SalbeTinkturUmschlagStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Balsam (Exsudat aus dem angebrannten und verwundeten Stamm)

Erwachsene und ältere Personen: 5–10 % Balsam in halbfesten Zubereitungen (Salbe), einmal täglich auf die Haut auftragen. Anwendungsdauer: 1 Woche. Bei großflächiger Anwendung nicht mehr als 10 % Konzentration.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung ist mit der nahe verwandten Varietät Myroxylon balsamum var. toluifera möglich, die den sogenannten Tolubalsam liefert und ähnliche Inhaltsstoffe aufweist. Beide Balsame unterscheiden sich jedoch in Konsistenz, Geruch und pharmakopöischer Verwendung.

Geschichte & Tradition

Der Perubalsambaum stammt aus Zentralamerika – trotz seines irreführenden Namens hauptsächlich aus El Salvador – und war bereits bei indigenen Völkern vor der europäischen Kolonisierung als Heilmittel bekannt. Spanische Konquistadoren brachten den Balsam im 16. Jahrhundert nach Europa, wo er rasch Eingang in die europäische Pharmazie fand. Jahrhundertelang galt er als bewährtes Mittel gegen Hauterkrankungen, Wunden und Parasitenbefall. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war Perubalsam in zahlreichen Pharmakopöen offiziell anerkannt.

Saison und Sammeln

Blütezeit: März, April, Mai

Erntezeit: Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Myroxylon balsamum

© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Balsamum peruvianum, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Häufiges Kontaktallergen; Allergietests empfohlen. Nicht auf großflächigen Wunden anwenden. Nicht innerlich anwenden.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Peru-Balsam oder seine Bestandteile (Ester der Zimt- und Benzoesäure, insbesondere Benzylcinnamat, Cinnamylcinnamat und Benzylbenzoat).

SchwangerschaftMeiden
StillzeitMeiden
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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