Luavera

Pflanzenprofil

Oleander

Nerium oleander L.

Apocynaceae

Der Oleander ist eine der giftigsten Zierpflanzen Europas und enthält herzwirksame Glykoside wie Oleandrin und Neriin, die alle Pflanzenteile hochgiftig machen. Traditionell wurde er in der Volksmedizin vereinzelt äußerlich bei Hautkrankheiten und Ektoparasiten eingesetzt, eine therapeutische Anwendung ist jedoch aufgrund des extremen Toxizitätsprofils obsolet. In der modernen Phytotherapie findet die Pflanze keine Verwendung.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Keine therapeutische Anwendung empfohlen; historisch: äußerlich bei Hautparasiten (obsolet)

Hautprobleme

Inhaltsstoffe

Cardenolide-Glykoside (OleandrinNeriinNerigosideOdoroside)FlavonoideGerbstoffeTerpenoide

Zubereitungsformen

Salbe

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Die ledrigen, lanzettlichen Blätter des Oleanders können mit denen des Echten Lorbeers (Laurus nobilis) verwechselt werden, was bei versehentlicher Verwendung in der Küche zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen kann. Junge Triebe ähneln gelegentlich denen anderer immergrüner Sträucher der Mittelmeerregion.

Geschichte & Tradition

Der Oleander ist seit der Antike bekannt und war im gesamten Mittelmeerraum als Zierpflanze verbreitet. Antike und mittelalterliche Quellen berichten von vereinzelten äußerlichen Anwendungen bei Hauterkrankungen sowie zur Bekämpfung von Ektoparasiten. In der indischen Ayurveda-Medizin wurde die Pflanze unter dem Namen Karvira genutzt. Aufgrund des extremen Toxizitätsprofils war jede medizinische Nutzung stets risikoreich und blieb auf wenige volksmedizinische Traditionen beschränkt.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Pflanzenbild

Oleander

© Alvesgaspar · CC BY 2.5

Sicherheitshinweise

Extrem giftig! Alle Teile giftig, auch Wasser im Blumenbehälter. Kein Verzehr. Kontakt mit Schleimhäuten meiden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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