Pflanzenprofil
Gemeine Nachtkerze
Hauterkrankungen, Ekzem, Neurodermitis, Wundheilung, trockene Haut, Juckreiz
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Hauterkrankungen, Ekzem, Neurodermitis, Wundheilung, trockene Haut, Juckreiz
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
| Schweregrad | Medikament / Wirkstoffklasse | Mechanismus | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Moderat | Antikoagulanzien | — | Nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden (gilt nur für orale Anwendung) |
| Moderat | Thrombozytenaggregationshemmer | — | Nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden (gilt nur für orale Anwendung) |
| Theoretisch | Antiinflammatorika / Immunsuppressiva | In-vitro-Hemmung von IL-6 und TNF-α durch Oenothera-biennis-Verbindungen in Maus-Makrophagen | Rein theoretisch; keine klinischen Daten. Vorsicht bei Kombination mit immunsuppressiver Therapie. |
Verwechslungsgefahr
Im ersten Jahr bildet Oenothera biennis eine bodennahe Blattrosette, die mit jenen der Königskerzen (Verbascum-Arten) verwechselt werden kann, da beide ähnliche Wuchsformen zeigen. Zudem sind verschiedene Nachtkerzen-Arten wie Oenothera glazioviana oder Oenothera paradoxa morphologisch kaum voneinander zu unterscheiden, gelten pharmakologisch jedoch als weitgehend gleichwertig.
Geschichte & Tradition
Die Gemeine Nachtkerze stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo indigene Völker Wurzeln, Blätter und Samen als Nahrung und Heilmittel verwendeten. Im 17. Jahrhundert gelangte sie als Zierpflanze nach Europa und verwilderte rasch entlang von Wegrändern und Schuttflächen. Die gezielte medizinische Nutzung des fetten Samenöls, insbesondere wegen seines hohen Gehalts an Gamma-Linolensäure, entwickelte sich erst im 20. Jahrhundert. Seitdem wird es vor allem in der Dermatologie bei atopischen Erkrankungen untersucht und eingesetzt.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August, September
Erntezeit: August, September, Oktober
Evidenzlage
BegrenztPflanzenbild
© Christian Ferrer · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Kann Epilepsieschwelle senken; Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien möglich. In der Schwangerschaft nur nach Rücksprache.
| Schwangerschaft | Vorsicht |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Vorsicht |
| Vor Operationen | Vorsicht |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.