Luavera

Pflanzenprofil

Olivenbaum

Olea europaea

Oleaceae

Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung, harntreibend, Urogenitalbeschwerden, Bluthochdruck


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung, harntreibend, Urogenitalbeschwerden, Bluthochdruck

Harnwege & BlaseBlaseNierenInfektionenUrogenital

Inhaltsstoffe

OleuropeinHydroxytyrosolTyrosolFlavonoide (LuteolinRutinApigenin)Triterpene (OleanolsäureUrsolsäure)PhenolsäurenMannitol

Zubereitungsformen

TeeTinkturStandardisierter ExtraktKapselSalbe

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blätter (frische oder getrocknete Blätter von Olea europaea L.)

Erwachsene und ältere Personen, orale Anwendung. (i) Kräuterdekokt: 10 g frische oder 5 g getrocknete Blätter in 150 ml kochendem Wasser, auf 100 ml einkochen, 2x täglich (morgens/abends). (ii) Getrocknete/zerkleinerte Blätter als Aufguss: 6–10 g bis zu 3x täglich; Tagesdosis 6–30 g. (iii) Pulverisierte Blätter (feste Darreichungsform, z.B. Kapsel): 275 mg 3–5x täglich oder 210–400 mg 3x täglich; Tagesdosis 630–1375 mg. Anwendungsdauer jeweils bis zu 2–4 Wochen.

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
TheoretischVadadustatLuteolin-4'-O-β-D-Glucosid und Oleuropein binden kompetitiv an PHD2-Katalysestelle (His313/Tyr310), analog zu Vadadustat – nur Molecular DockingReine In-silico-Daten; keine klinischen Studien; bei PHD2-Inhibitor-Therapie theoretische Vorsicht geboten

Verwechslungsgefahr

Im Mittelmeergebiet kann der Olivenbaum mit der Steinlinde (Phillyrea latifolia, Oleaceae) verwechselt werden, die sehr ähnliche, ledrige Blätter besitzt. Auch eine Verwechslung mit dem giftigen Oleander (Nerium oleander) ist möglich, dessen Blätter ähnlich schmal und lanzettlich sind, weshalb beim Sammeln im Freiland besondere Sorgfalt geboten ist.

Geschichte & Tradition

Der Olivenbaum gehört zu den ältesten Kulturpflanzen des Mittelmeerraums und wird seit mindestens 5.000 Jahren kultiviert. In der Antike nutzten Ägypter, Griechen und Römer sowohl das Öl als auch die Blätter medizinisch; Hippokrates und Dioskurides beschrieben ihren Einsatz bei Wunden, Fieber und Hauterkrankungen. In der europäischen Volksmedizin des 19. Jahrhunderts wurden Olivenblättertees vor allem zur Fiebersenkung und gegen Malaria eingesetzt. Die pharmakologische Erforschung des Wirkstoffs Oleuropein begann erst im 20. Jahrhundert.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Mai, Juni

Erntezeit: April, Mai, Juni

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Olivenbaum

© en:User:Nickfraser · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Oleae folium, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Wechselwirkungen mit blutdrucksenkenden Mitteln möglich; in hohen Dosen nicht in der Schwangerschaft; bei Allergie gegen Ölbaumgewächse meiden.

SchwangerschaftVorsicht
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckVorsicht
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht