Luavera

Pflanzenprofil

Blauglockenbaum

Paulownia tomentosa (Thunb.) Steud.

Paulowniaceae

Der Blauglockenbaum wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin seit Jahrhunderten genutzt, wobei Blätter, Blüten und Rinde Anwendung finden. In der Literatur werden Blättern und Blüten anti-entzündliche sowie antimikrobielle Effekte zugeschrieben; volksmedizinisch werden sie bei Atemwegserkrankungen und Hautwunden eingesetzt. In der westlichen Phytotherapie spielt die Pflanze eine untergeordnete Rolle, erste wissenschaftliche Studien beschreiben Flavonoide und Iridoide als relevante Wirkstoffe.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Atemwegserkrankungen, Husten, Bronchitis, Hautwunden, Hauterkrankungen, Entzündungen

AtemwegserkrankungenHusten & BronchitisEntzündungHautproblemeBronchitisWunden & Verletzungen

Inhaltsstoffe

Flavonoide (u. a. ApigeninLuteolin)Iridoide (CatalpolAucubin)GerbstoffePhenylpropanoide

Zubereitungsformen

AufgussAbkochungTeeSalbeUmschlag

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Paulownia tomentosa wird aufgrund der großen, herzförmigen Blätter häufig mit dem Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) verwechselt, der ebenfalls auffällig große Blätter und röhrenförmige Blüten trägt. Außerhalb der Blütezeit ist eine Unterscheidung ohne Blüten oder Früchte für Laien schwierig.

Geschichte & Tradition

Paulownia tomentosa ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt; Blätter, Blüten und Rinde werden in der TCM traditionell bei Entzündungen und Atemwegsbeschwerden sowie bei Hautverletzungen angewendet. In Japan gilt die Pflanze als Symbol für Würde und Stärke, ihr Holz und ihre Blüten haben dort auch rituelle Bedeutung. Nach Europa gelangte der Baum im 19. Jahrhundert vornehmlich als Zierpflanze; eine phytotherapeutische Tradition existiert im westlichen Kulturkreis kaum. In aktuellen pharmakologischen Studien werden antimikrobielle und antioxidative Effekte der Blattextrakte beschrieben.

Saison und Sammeln

Blütezeit: April, Mai

Erntezeit: April, Mai, Juni, Juli

Pflanzenbild

Blauglockenbaum

© Jean-Pol GRANDMONT · CC BY 2.5

Sicherheitshinweise

Sicherheitsdaten für Menschen unzureichend; nicht in der Schwangerschaft anwenden; Allergien gegen Paulowniaceae möglich.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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