Luavera

Pflanzenprofil

Petersilie

Petroselinum crispum

Apiaceae

Klassisches Küchenkraut, Frucht und Wurzel auch in der Phytotherapie.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Frucht bei Harnwegsbeschwerden; Küche als würzendes Kraut.

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl (ApiolMyristicin)Flavonoide (ApigeninLuteolin)FuranocumarineVitamin CEisenPetroselinsäure

Zubereitungsformen

TeeAbkochungTinkturÄtherisches Öl

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
TheoretischThiazid-DiuretikaPhytochemika aus P. crispum binden in silico an renale Transportproteine; mögliche Beeinflussung der renalen ExkretionRein in-silico-Befund; klinische Relevanz unklar, in-vitro/in-vivo-Studien ausstehend
TheoretischCalciumkanalblocker (CCB)Phytochemika aus P. crispum (u.a. Naringin-ähnliche Verbindungen wie Rutin, Astragalin) binden an CYP-Enzyme des CCB-MetabolismusIn-silico-Studie; Astragalin, Rutin, Quercitrin als klinisch relevante Kandidaten benannt; weitere Forschung nötig
TheoretischACE-HemmerBindung von Phytochemika an PEPT1/2-Transporter könnte die intestinale Absorption von ACE-Hemmern beeinflussenRein in-silico-Befund; klinische Bedeutung nicht belegt
TheoretischAngiotensin-Rezeptorblocker (ARB)Phytochemika binden an hepatische CYP-Enzyme und Phase-II-Metabolismus-Enzyme der ARBsIn-silico-Docking-Studie; keine klinischen Daten; Kombination mit Vorsicht betrachten
SchwerwiegendSirolimusPetersilie hemmt CYP3A4 und/oder P-Glykoprotein, wodurch Sirolimus-Abbau reduziert und Spiegel erhöht werdenÜbermäßigen Petersilienkonsum bei Transplantationspatienten vermeiden; Sirolimus-Spiegel engmaschig überwachen

Verwechslungsgefahr

Die größte Verwechslungsgefahr besteht mit der giftigen Hundspetersilie (Aethusa cynapium), die ähnliche Blätter besitzt, jedoch durch einen unangenehmen Geruch und fehlenden typischen Petersilienduft unterschieden werden kann. Auch mit anderen Doldenblütlern wie dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum) sind Verwechslungen möglich, insbesondere bei jungen Pflanzen oder unsachgemäßer Sammlung.

Geschichte & Tradition

Petersilie war bereits in der Antike bei Griechen und Römern bekannt, wo sie sowohl als Heilmittel als auch als Grabpflanze Verwendung fand. Im Mittelalter beschrieben Hildegard von Bingen und andere Kräuterkundige die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung von Blatt, Wurzel und Frucht. In der europäischen Volksmedizin wurde die Pflanze traditionell bei Blasen- und Nierenleiden sowie zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt. Früchte und Wurzel fanden darüber hinaus Eingang in die offizielle Pharmazie des 18. und 19. Jahrhunderts.

Pflanzenbild

Petersilie

© Jonathunder · GFDL 1.2

Sicherheitshinweise

Samen/Früchte in Schwangerschaft meiden; Verwechslungsgefahr mit Hundspetersilie.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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