Luavera

Pflanzenprofil

Mastic

Pistacia lentiscusL.

Magen-Darm-Beschwerden, Gastritis, Wundheilung, Hauterkrankungen, Mundpflege


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Magen-Darm-Beschwerden, Gastritis, Wundheilung, Hauterkrankungen, Mundpflege

VerdauungsbeschwerdenMagenproblemeWunden & VerletzungenHauterkrankungenMundgesundheit

Inhaltsstoffe

MasticinsäureIsomasticinsäureα-Pinenβ-MircenPolymer-MastixinFlavonoideGerbstoffe

Zubereitungsformen

TinkturKapselPulverÄtherisches ÖlStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Harz (getrocknetes Harzexsudat aus Stämmen und Ästen)

Orale Anwendung (Erwachsene): 0,5–1 g Mastix-Pulver als Einzeldosis, bis zu 2× täglich (Tagesdosis 1–2 g), als feste orale Darreichungsform (Pulver/Kapsel). Kutane Anwendung: halbfeste Zubereitungen mit ca. 10 % Mastix-Pulver (Galenik-Rezepturen); historisch auch Lösungen mit ca. 28 % Mastix in organischem Lösungsmittel als Wundverband.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Pistacia lentiscus kann mit anderen Pistacia-Arten verwechselt werden, insbesondere mit dem Terpentinstrauch (Pistacia terebinthus), der ebenfalls ein aromatisches Harz liefert, aber pharmakologisch unterschiedliche Eigenschaften besitzt. Der charakteristische, würzige Harzgeruch von P. lentiscus kann zur Unterscheidung beitragen.

Geschichte & Tradition

Mastix, das Harz von Pistacia lentiscus, wird seit der Antike im östlichen Mittelmeerraum genutzt. Bereits Hippokrates und Dioskurides beschrieben seine Verwendung bei Magen-Darm-Beschwerden und zur Wundbehandlung. Besondere Bedeutung erlangte das Harz auf der griechischen Insel Chios, wo es seit über 2.500 Jahren gewonnen wird und als Kaumittel zur Mundpflege und Atemfrischung diente. Im arabischen und byzantinischen Heilwesen war Mastix ein geschätztes Mittel gegen Geschwüre und Hauterkrankungen.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: April, Mai, Juni

Erntezeit: Juni, Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Mastic

© Lumbar~commonswiki · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Mastic, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Selten allergische Reaktionen möglich. In der Schwangerschaft nicht hochdosiert anwenden. Nicht bei bekannter Pistazien-Allergie.

SchwangerschaftVorsicht
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht