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Pflanzenprofil

Breitwegerich

Plantago major

Plantaginaceae

Der Breitwegerich ist eine seit Jahrhunderten genutzte Heilpflanze, der in der Literatur schleimlösende, entzündungshemmende und wundheilende Effekte zugeschrieben werden. Die Blätter werden traditionell bei Hustenreiz und leichten Atemwegserkrankungen eingesetzt. Äußerlich werden frische Blätter in der Volksheilkunde bei Insektenstichen, kleinen Wunden und Hautreizungen verwendet.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Husten, Bronchitis, Atemwegserkrankungen, Wundheilung, Insektenstiche, Hautreizungen, Entzündungen der Mundschleimhaut

Husten & BronchitisHautreizungAtemwegserkrankungenBronchitisHalsschmerzenWundheilungEntzündung

Inhaltsstoffe

Iridoidglykoside (AucubinCatalpol)SchleimpolysaccharideGerbstoffeFlavonoide (LuteolinApigenin)Phenylethanoid-Glykoside (PlantamajosideActeoside)Kaffeesäurederivate

Zubereitungsformen

TeeSirupTinkturUmschlagSalbe

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Am häufigsten wird der Breitwegerich mit dem Spitzwegerich (Plantago lanceolata) verwechselt, der sich durch seine lanzettlichen, schmalen Blätter unterscheidet. Seltener kommt eine Verwechslung mit dem Mittleren Wegerich (Plantago media) vor, dessen Blätter ebenfalls oval sind, jedoch kurz behaart und mit kürzeren Blattstielen.

Geschichte & Tradition

Der Breitwegerich gehört zu den ältesten Heilpflanzen Europas und war bereits in der Antike bei Griechen und Römern als Wund- und Atemwegsmittel bekannt. Im Mittelalter galt er als universelles Heilkraut und fand Eingang in nahezu alle europäischen Kräuterbücher. Mit der europäischen Kolonisierung gelangte die Pflanze nach Nordamerika, wo indigene Völker sie aufgrund ihrer Begleitung europäischer Siedler als „Fußspur des weißen Mannes" bezeichneten. In der Volksmedizin des deutschsprachigen Raums war der frische Blattsaft ein verbreitetes Hausmittel bei Husten und Hautbeschwerden.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Mai, Juni, Juli, August, September

Pflanzenbild

Breitwegerich

© Rasbak · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Generell gut verträglich. Bei bekannter Allergie gegen Wegerichgewächse meiden. Kein Ersatz für ärztliche Behandlung bei schweren Beschwerden.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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