Pflanzenprofil
Kreuzblume
Die Kreuzblume (Polygala) ist eine artenreiche Gattung der Familie Kreuzblumengewächse (Polygalaceae), die in der Volksmedizin seit Jahrhunderten genutzt wird. Die Wurzel, besonders der nordamerikanischen Art Polygala senega, wird als Schleimlöser bei Bronchitis und Atemwegserkrankungen eingesetzt. Die schleimlösende Wirkung wird auf enthaltene Saponine zurückgeführt, die die Schleimsekretion der Atemwege fördern.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Husten, Bronchitis, Atemwegserkrankungen, Erkältung, Schleimhautreizung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Innerhalb der artenreichen Gattung Polygala können die verschiedenen heimischen Arten wie P. vulgaris, P. amara und P. amarella leicht miteinander verwechselt werden; ein sicheres Merkmal ist die Betrachtung der zwei charakteristisch flügelartig verbreiterten inneren Kelchblätter. Mit anderen Pflanzengattungen sind Verwechslungen bei oberflächlicher Betrachtung möglich, da die kleinen Wiesenpflanzen unscheinbar wirken.
Geschichte & Tradition
Die nordamerikanische Art Polygala senega wurde von den Seneca-Indianern traditionell gegen Schlangenbisse und Atemwegserkrankungen eingesetzt; der Artname leitet sich vom Volk der Seneca ab. Der schottische Arzt John Tennent führte die Wurzel um 1735 in die europäische Medizin ein, wo sie rasch als Expektorans Verbreitung fand. In Europa wurden einheimische Arten wie die Bittere Kreuzblume (Polygala amara) volksmedizinisch als Bittermittel und Magenmittel genutzt. Die Senegawurzel war im 19. und frühen 20. Jahrhundert fester Bestandteil europäischer Pharmakopöen.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
Erntezeit: April, Mai, September, Oktober
Pflanzenbild
CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Bei hoher Dosierung Übelkeit und Erbrechen möglich. In der Schwangerschaft meiden. Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien beachten.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.
