Luavera

Pflanzenprofil

Vogelknöterich

Polygonum aviculare

Polygonaceae

Mund- und Rachenentzündungen, Harnwegsinfekte, Husten, Erkältung, Blasenbeschwerden


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Mund- und Rachenentzündungen, Harnwegsinfekte, Husten, Erkältung, Blasenbeschwerden

BlaseHusten & BronchitisMund-rachenHalsschmerzenErkältungHarnwege & Blase

Inhaltsstoffe

KieselsäureGerbstoffeFlavonoide (u. a. AvicularinQuercetin-Glykoside)PhenolcarbonsäurenSchleimstoffeOxalsäure

Zubereitungsformen

TeeAufgussTinkturUmschlag

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Kraut (ganze oder fragmentierte getrocknete blühende oberirdische Teile von Polygonum aviculare L.)

Zubereitungsform: zerkleinertes Kraut als Aufguss oder Dekokt. — Ind. 1 (leichte Mund-/Rachenschleimhautentzündung, Jugendliche/Erwachsene/Ältere): Einzeldosis 1,5 g; 4–5× täglich als Spülung oder Gurgelwasser zwischen den Mahlzeiten; Dauer 1 Woche. — Ind. 2 (Erkältungssymptome, Jugendliche/Erwachsene/Ältere): Einzeldosis 1,5–2 g als Kräutertee (150 mL); 3–4× täglich, 30 min vor der Mahlzeit; Tagesdosis 4,5–8 g; Dauer 1 Woche. — Ind. 3 (Durchspülung der Harnwege bei leichten Harnwegsbeschwerden, nur Erwachsene): Einzeldosis 3 g als Dekokt in 200 mL; 2× täglich zwischen den Mahlzeiten; Tagesdosis 6 g; Dauer 2 Wochen. — Kinder unter 12 Jahren: nicht empfohlen (fehlende Daten).

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Vogelknöterich kann mit anderen kleinwüchsigen Arten des Polygonum-Aggregats verwechselt werden, insbesondere mit dem Gleichblättrigen Vogelknöterich (Polygonum arenastrum), der sich durch gleichmäßigere Blattgrößen entlang der Triebe unterscheidet. Eine Abgrenzung gegenüber weiteren Knöterich-Arten (z. B. Persicaria-Arten) ist anhand der charakteristisch kleinen, elliptischen Blätter und der unauffälligen achselständigen Blüten möglich.

Geschichte & Tradition

Vogelknöterich ist seit der Antike als Arzneipflanze bekannt; Dioskurides beschrieb ihn bereits als harntreibendes und blutstillendes Mittel. Im europäischen Mittelalter fand er Eingang in die Klosterheilkunde und wurde bei Atem- sowie Harnwegsbeschwerden eingesetzt. In der neuzeitlichen Volksmedizin Mitteleuropas galt er vor allem wegen seines hohen Kieselsäuregehalts als Stärkungsmittel für Schleimhäute und Bindegewebe. Offizinelle Bedeutung erlangte er in verschiedenen europäischen Pharmakopöen als Herba Polygoni avicularis.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober

Erntezeit: Juni, Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Vogelknöterich

© Dalgial · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Polygoni avicularis herba, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Bei hoher Dosierung mögliche Magenreizung. In der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen. Ärztlichen Rat bei anhaltenden Beschwerden einholen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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