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Pflanzenprofil

Lanzen-Schildfarn

Polystichum lonchitis

Dryopteridaceae

Der Lanzen-Schildfarn ist ein immergrüner Farn der Familie Dryopteridaceae, der vor allem in alpinen und subalpinen Lagen Europas vorkommt. In der Volksmedizin wurden Rhizomextrakte der Gattung Polystichum traditionell gegen Darmparasiten und zur Wundpflege eingesetzt. Wissenschaftliche Belege für eine medizinische Anwendung sind bislang gering; die Pflanze gilt heute primär als Zierpflanze.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Volksmedizinisch: Darmparasiten, äußerliche Wundpflege; traditionelle Anwendung ohne ausreichende wissenschaftliche Evidenz

ParasitenWundheilungVerdauungsbeschwerden

Zubereitungsformen

AbkochungTinktur

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind vor allem mit dem Stacheligen Schildfarn (Polystichum aculeatum) möglich, der ähnliche Wuchsformen und Standortansprüche aufweist. Im vegetativen Zustand kann die Abgrenzung zu weiteren Polystichum-Arten ohne Bestimmungsschlüssel schwierig sein.

Geschichte & Tradition

Der Lanzen-Schildfarn wurde wie andere Vertreter der Gattung Polystichum in der alpinen Volksmedizin genutzt. Rhizomzubereitungen galten traditionell als Mittel gegen Darmparasiten, eine Anwendung, die für die gesamte Familie Dryopteridaceae dokumentiert ist. Spezifische historische Quellen zur medizinischen Nutzung von Polystichum lonchitis sind jedoch selten; pharmakologisch stand vor allem Dryopteris filix-mas im Vordergrund.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juli, August, September

Erntezeit: Mai, Juni

Pflanzenbild

Lanzen-Schildfarn

© Walter Siegmund (talk) · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Rohverzehr nicht empfohlen; Rhizomextrakte können toxisch sein; nicht in der Schwangerschaft anwenden; ärztlichen Rat einholen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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