Pflanzenprofil
Echte Schlüsselblume
Husten, Erkältung, Bronchitis, Schleimhautkatarrhe der Atemwege, Schleimlösung
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Husten, Erkältung, Bronchitis, Schleimhautkatarrhe der Atemwege, Schleimlösung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Blüten (ganze oder geschnittene, getrocknete Blüten einschließlich oder ohne Kelch)
Jugendliche ab 12 Jahren, Erwachsene und Ältere: Tee (zerkleinertes Kraut) 1 g pro Einzeldosis, 2–4 g täglich; Flüssigextrakt (1:1, 25% Ethanol) 1–3 ml pro Einzeldosis, 3–6 ml täglich; Tinktur 0,8–2,5 g pro Einzeldosis, 2,5–7,5 g täglich. Einnahme 3× täglich. Kinder unter 12 Jahren: keine Anwendung empfohlen (keine klinischen Daten).
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Eine häufige Verwechslung besteht mit der Hohen Schlüsselblume (Primula elatior), die blassere, weniger duftende Blüten ohne den charakteristischen Honigfleck aufweist und sich in der Zusammensetzung der Saponine leicht unterscheidet. Seltener kommt es zur Verwechslung mit der Stängellosen Schlüsselblume (Primula vulgaris), deren Blüten einzeln und direkt aus der Blattrosette herauswachsen.
Geschichte & Tradition
Die Echte Schlüsselblume zählt zu den ältesten europäischen Heilpflanzen und wird seit dem Mittelalter medizinisch genutzt. In Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts, etwa bei Hieronymus Bock und Leonhart Fuchs, wurde sie als bewährtes Mittel gegen Husten und Bronchialleiden beschrieben. Besonders die saponinreichen Wurzeln fanden Eingang in frühe Pharmakopöen als schleimlösendes Expektorans. Im mitteleuropäischen Volksbrauch wurde die Pflanze daneben auch bei Kopfschmerzen, Schwindel und nervösen Beschwerden eingesetzt.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: März, April, Mai
Erntezeit: April, Mai, September, Oktober
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Picture taken by BerndH · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Kann Primeldermatitis auslösen. Bei Allergie gegen Primeln nicht anwenden. In der Schwangerschaft nur nach Rücksprache verwenden.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Primula-Arten.
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Meiden |
| Kinder | Meiden |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Vorsicht |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.